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Sauberes Wasser im Stausee Bautzen

Bislang konnten die Experten keine Anzeichen für Blaualgen in der Talsperre finden. Wirkt die neue Wasserentnahmeanlage?

© Steffen Unger

Bautzen. Ungetrübter Badespaß erwartet die Besucher des Bautzener Stausees. Trotz der Hitze der vergangenen Tage und des geringen Zuflusses haben sich im Wasser bisher keine Blaualgen gebildet. Ob das auch die nächsten Wochen so bleibt, kann Talsperren-Betriebsleiter Sebastian Fritze aber nicht sagen. „Wir beobachten das noch eine Weile“, erklärt er.

In den vergangenen Jahren verdarben Blaualgen immer wieder das Badevergnügen. So warnte das Landratsamt im vergangenen Sommer schon Mitte Juli vor den Bakterien im Wasser, die zu Hautreizungen und Durchfällen führen können. 2016 und 2015 nahmen die Blaualgen Mitte August den See in Besitz. In diesem Jahr könnte alles anders werden. Die Landestalsperrenverwaltung hat fast eine Million Euro in eine Blaualgen-Offensive investiert. Im Herbst installierten Taucher eine spezielle Wasserentnahmeanlage. Die soll nun dafür sorgen, dass sich die Bakterien gar nicht erst bilden und die Wasserqualität steigt. Weil es sich dabei um ein Pilotprojekt handelt, interessieren sich auch Seeforscher aus Magdeburg dafür. Mit einer Boje sammeln sie derzeit Daten vom Stausee.

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Dass sich noch keine Blaualgen gebildet haben spricht dafür, dass die Wasserentnahmeanlage funktioniert. Der Talsperren-Betriebsleiter hat aber noch eine andere Erklärung dafür. Die Zahl der Blaualgen könnte sich in diesem Sommer aber auch deshalb reduziert haben, weil wegen der Bauarbeiten am Staudamm das Wasser monatelang abgesenkt war und die Uferbereiche trocken lagen. (SZ/mho/ju)