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Sauerei auf dem Weinberg

Hüfthoch hat das Gras in den vergangenen Wochen oberhalb des Weinberges gestanden. Der Bauhof musste kapitulieren.

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© André Brauns

Roßwein. Einige Anwohner der Straße der Einheit haben in den vergangenen Wochen mit Sorge das immer höher wachsende Gras auf der Wiese neben dem Weinberg Roßweins beobachtet. „Dort befindet sich ein schöner Blick ins Muldental“, berichtete Peter Burkhardt, der an der Straße der Einheit wohnt. „Seit diesem Jahr wird hier das Gras nicht mehr gehauen“, schilderte er vor Kurzem. Er erzählte, dass die Bank, die dort steht, zugewachsen ist und nicht mehr genutzt werden kann. Burkhardt findet das schade: „Da hier fast nur ältere Menschen wohnen, war der Blick von der Bank ins Muldental eine schöne Entspannung und Bereicherung.“ Der Roßweiner fragte sich, ob die Kommune kein Geld mehr hat für die Grünpflege oder ihr nichts an den Leuten liegt, die in diesem Stadtteil wohnen.

Jetzt ist gemäht.
Jetzt ist gemäht. © André Braun

Weder das eine noch das andere trifft zu. Bauhofleiterin Monika Weigel bestätigt, dass die Wiese in diesem Jahr erst Anfang Juni gemäht werden konnte. Doch das hatte einen Grund. „Wildschweine hatten dort so gewütet, dass wir mit unserer normalen Bauhof-Mähtechnik nichts ausrichten konnten“, erklärte sie auf DA-Anfrage. Daher habe sie sich Hilfe organisieren müssen. Schließlich sei ein Schlegelmäher zum Einsatz gekommen.

Danach war immer noch aufgewühlte Erde zu sehen gewesen. Inzwischen sind die Fehlstellen wieder ausgeglichen, Erde aufgebracht worden und die Bank könnte zurückgestellt werden. Im Moment steht sie am Eingang zum Weinberg. Zu sehen ist, dass sie einen Anstrich nötig hätte. Möglicherweise hat das Bauhofteam dafür über den nächsten Winter Zeit. Oder es findet sich ein Rentner mit Faible fürs Renovieren. Altbürgermeister Karl-Heinz Teichert zum Beispiel kümmert sich jetzt im Ruhestand um mehr als ein Dutzend Bänke, die rund um sein Zuhause in Waldheim aufgestellt sind. (DA/sig)