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Savchenko/Szolkowy überraschen

Die Chemnitzer Savchenko/Szolkowy dominieren zum vierten Mal in ihrer Karriere beim Grand-Prix-Finale. Mit einer persönlichen Bestmarke verwiesen sie ihre Konkurrenten aus Russland auf Platz zwei.

© AFP

Von Tatjana Flade

Fukuoka. Die Paarläufer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben überraschend zum vierten Mal das Finale der Grand-Prix-Serie gewonnen. Kein Experte hatte den viermaligen Paarlauf-Weltmeistern nach einem durchwachsenen Saisonstart eine Chance gegen die haushohen Favoriten Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow gegeben. Doch dann kam alles anders. Die Chemnitzer zeigten am Samstag in Fukuoka ihre beste Saisonleistung in der Kür und verwiesen die russischen Weltmeister auf Rang zwei.

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Die Sachsen verwiesen die haushohen Favoriten Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow aus Russland (l) und Qing Pang und Jian Tong aus China (r) auf die Plätze zwei und drei.
Die Sachsen verwiesen die haushohen Favoriten Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow aus Russland (l) und Qing Pang und Jian Tong aus China (r) auf die Plätze zwei und drei. © dpa

Mit einer persönlichen Bestmarke von 227,03 Punkten bewertete das Preisgericht in Japan die Sachsen klar besser als Wolossoschar/Trankow (223,83). Die bekamen für zwei Stürze der 27-Jährigen Punktabzüge, zudem litt der Gesamteindruck zum Vortrag von „Jesus Christ Superstar“. Savchenko/Szolkowy verzichteten wie im Kurzprogramm auf den Angstsprung Wurfaxel und boten eine sichere Vorstellung zur Nussknacker-Suite von Peter Tschaikowsky. Alle Höchstschwierigkeiten landeten sie lupenrein. Dritte wurden die Chinesen Pang Qing/Tong Jian (213,98).

„Wir hatten es ein bisschen schwer mit der Vorbereitung, haben uns gesagt, wir machen das Beste draus und laufen einfach befreit. Das hat ganz gut funktioniert. Wir haben ein fehlerfreies Programm abgeliefert und man sieht, dass da viel mehr rüberkommt“, sagte Szolkowy. Beim Grand Prix Ende November in Moskau war Savchenko beim dreifachen Wurfaxel so schwer auf die Hüfte gefallen, dass sie nur noch eingeschränkt trainieren konnten.

Das Erfolgspaar von Trainer Ingo Steuer sicherte sich ein Preisgeld von 18.000 Euro. „Heute lief alles nach Plan. Wir haben versucht, das Beste zu geben, und haben das Beste gekriegt“, meinte Savchenko und blickte gleich nach vorn: „Es gibt noch ein paar Stellen, die man verbessern kann. Man ist nie perfekt.“

Im Eistanz triumphierten zum fünften Mal die amerikanischen Weltmeister Meryl Davis/Charlie White. Mit 191,35 Punkten hielten sie die Olympiasieger Tessa Virtue/Scott Moir (190,00) aus Kanada auf Distanz. Die Franzosen Nathalie Pechalat und Fabian Bourzat (169,11) wurden Dritte. Das Grand-Prix-Finale war das letzte Gipfeltreffen der weltweiten Eiskunstlauf-Elite auf dem Weg zu den Olympischen Spielen im Februar in Sotschi. (dpa)