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SC Riesa gegen Schulsport-Kürzung

Weil Lehrer fehlen, möchte der Freistaat am Unterricht sparen. Davon ist man in der Sportstadt wenig begeistert.

© Sebastian Schultz

Von Stefan Lehmann

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Riesa. Die sächsischen Ministerien für Kultus und Finanzen wollen die Unterrichtsbelastung für Schüler senken – und auf den Lehrermangel reagieren. Deshalb könnte auch ein Teil der Sportstunden wegfallen. Das sieht man nicht nur beim Landessportbund (LSB) kritisch. Einen Wegfall der dritten Schulsportstunde für alle sächsischen Schüler könnten auch die Vereine nicht ohne Weiteres auffangen, so LSB-Generalsekretär Christian Dahms.

Auch in Riesa sieht man diese Pläne kritisch. „Noch vor wenigen Jahren hat der gleiche Personenkreis, der jetzt für die Abschaffung der dritten Wochenstunde plädiert, deren Einführung für extrem wichtig angesehen“, sagt Michael Schönfelder, Geschäftsführer des SC Riesa – einem der mitgliederstärksten sächsischen Sportvereine.

Wissenschaftlich begründet sei der Schulsport ein unverzichtbarer Bestandteil von Bildung und Erziehung. Kontinuierliches Sporttreiben wirke sich nachweislich positiv auf die körperliche, soziale und geistige Entwicklung unserer Schüler aus. Als einziges Bewegungsfach leiste der Sportunterricht einen spezifischen Beitrag zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. „Allein schon deshalb unterstützen wir die Position des Landessportbundes Sachsen, dass das ein völlig falsches Signal ist“, so Michael Schönfelder. (SZ)