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Schadstoffe im Schlossteich

Die Gewässer im Seifersdorfer Park müssen gereinigt werden. Doch das ist aufwendiger als zunächst angenommen.

© Thorsten Eckert

Seifersdorf. Der Seifersdorfer Schlosspark liegt idyllisch an der Tina-von-Brühl-Straße mitten im Ortszentrum: Mit alten Bäumen, einem Schloss, das von einem Teich umgeben ist. Und gerade der bereitet der Gemeinde Wachau als Eigentümerin derzeit sorgen. „Das Gewässer ist über die Jahre stark verschlammt. Es muss dringend gereinigt werden“, sagt der Wachauer Bürgermeister Veit Künzelmann (CDU).

Doch das entpuppt sich als schwieriger als gedacht. „In den Sedimenten sind Schadstoffe festgestellt worden. Der Sand und Schlamm ist in die Gefahrenklasse Z2 eingestuft worden“, sagt der Bürgermeister. Darin sind Inhaltsstoffe wie Chrom oder Nickel in einer vergleichsweise geringen Konzentration vorhanden. Woher die Schadstoffe stammen, liegt für Veit Künzelmann auf der Hand. „Sie wurden mit der Zeit von den Feldern in den Teich gespült und haben sich hier abgelagert.

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Sedimente mit einer solchen Einstufung dürfen nur nach bestimmten Kriterien weiterverwendet werden. So dürfen sie beispielsweise nur unter wasserundurchlässigem Material wie Asphalt oder Beton als Baustoff verwendet werden. „Die Entsorgung von solchem Material ist natürlich teurer als von unbelastetem Boden“, sagt Veit Künzelmann.

Wie teuer die Reinigung des Teiches wird, kann er noch nicht sagen. „Wir werden jetzt Angebote von geeigneten Firmen einholen.“ Im nächsten Jahr soll dann die erforderliche Summe von der Gemeinde bereitgestellt werden. Auch die Arbeiten werden im nächsten Jahr erfolgen. (SZ/td)