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Schätze im Roßweiner Rathaus

Überall im Rathaus finden sich Besonderheiten, die von Kreativität und Handwerkskunst zeugen. Welche das sind, zeigt unsere Bildergalerie.

© André Braun

Roßwein. Das erstmalig 1420 erwähnte Roßweiner Rathaus hat in der Vergangenheit viel erlebt. So wurde es immer wieder vergrößert und überstand mehrere Brände. Nach dem großen Stadtbrand 1806 standen nur noch die Außenmauern. Aber zum Glück wurde es wieder aufgebaut, denn heute verbirgt das Rathaus viele große und kleine Kunstwerke. Das Herzstück bildet der 1862 entstandene große Sitzungssaal. Unmittelbar mit seiner Geschichte verbunden ist der Name Max Frohberg (1883–1949). Der Roßweiner Künstler leitete 1914/15 die Sanierung des Rathaussaales und fertigte zahlreiche Entwürfe an, darunter für den faszinierenden Kronleuchter in der Saalmitte und die schillernden Bleiglasfenster. Wiedererkennungswert hat auch die von Artur Hoffarth gefertigte Schmiedekunst, die überall im Rathaus zu finden ist. Für sie und andere Details lohnt es sich, den Blick einmal nach oben schweifen zu lassen oder sich die Geländer am Vordereingang und auf der Rückseite an den Treppen zur Stadtkirche genauer zu betrachten. Denn überall finden sich Besonderheiten, die von Kreativität und Handwerkskunst zeugen, in der Hektik des Alltags aber all zu oft „untergehen“. (DA)

Besonderheiten im Roßweiner Rathaus

Im Obergeschoss des Roßweiner Rathauses befindet sich im langen Flur vor dem großen Sitzungssaal ein farbiges und beeindruckend großes Wandbild. Als ehemalige Bergbaustadt hielt später die Industrie Einzug in der Kleinstadt. Daher sind auf dem Bild die verschiedenen Industriezweige von Roßwein dargestellt. Von links nach rechts sind die Tuch- und Schuhindustrie sowie die Ingenieurtechnik, die Gießerei und das Schmiedewerk zu sehen. Die Tuchmacherei machte damals sogar den Haupterwerbszweig in Roßwein aus. Das Kunstwerk soll ein Dresdner Künstler in den 1950er-Jahren angefertigt haben. Sein Name ist leider unbekannt.
Im Obergeschoss des Roßweiner Rathauses befindet sich im langen Flur vor dem großen Sitzungssaal ein farbiges und beeindruckend großes Wandbild. Als ehemalige Bergbaustadt hielt später die Industrie Einzug in der Kleinstadt. Daher sind auf dem Bild die verschiedenen Industriezweige von Roßwein dargestellt. Von links nach rechts sind die Tuch- und Schuhindustrie sowie die Ingenieurtechnik, die Gießerei und das Schmiedewerk zu sehen. Die Tuchmacherei machte damals sogar den Haupterwerbszweig in Roßwein aus. Das Kunstwerk soll ein Dresdner Künstler in den 1950er-Jahren angefertigt haben. Sein Name ist leider unbekannt.
Beim Betreten des großen Sitzungssaals im Obergeschoss des Roßweiner Rathauses fällt der Blick direkt auf den imposanten Kronleuchter in der Mitte des Saals. Mit einem Durchmesser von etwa 2,5 Metern und einem Gewicht von 750 Kilogramm ist er „ein absoluter Blickfang und ein Juwel deutscher Schmiedekunst“, betont Martina Thiele, Vorsitzende des Roßweiner Heimatvereins. Mit ihrem Mann Richard hat sie sogar schon Sonderführungen zu den „Schätzen“ im Rathaus gestaltet. Der Kronleuchter nach Entwürfen von Max Frohberg hängt seit 1914/15 an dieser Stelle. Gebaut und gestiftet wurde er von Artur Hoffarth und dem damaligen Team der Schlosserschule.
Beim Betreten des großen Sitzungssaals im Obergeschoss des Roßweiner Rathauses fällt der Blick direkt auf den imposanten Kronleuchter in der Mitte des Saals. Mit einem Durchmesser von etwa 2,5 Metern und einem Gewicht von 750 Kilogramm ist er „ein absoluter Blickfang und ein Juwel deutscher Schmiedekunst“, betont Martina Thiele, Vorsitzende des Roßweiner Heimatvereins. Mit ihrem Mann Richard hat sie sogar schon Sonderführungen zu den „Schätzen“ im Rathaus gestaltet. Der Kronleuchter nach Entwürfen von Max Frohberg hängt seit 1914/15 an dieser Stelle. Gebaut und gestiftet wurde er von Artur Hoffarth und dem damaligen Team der Schlosserschule.
Am Kronleuchter im großen Rathaussaal spielt die Zahl Acht eine wichtige Rolle. So sorgen zusätzlich zur normalen Leuchterbefestigung acht verzierte Metallstreben für Halt. Um die große Kugel in der Leuchtermitte gibt es eine geschmiedete Umrandung, auf der acht Fabelwesen dargestellt sind, wie zum Beispiel ein Einhorn und ein Zentaur. Weiter außenliegend sind acht runde Lampen befestigt, die den Saal erleuchten. Auf dem unteren Bereich der großen Kugel befinden sich ringsherum acht Gesichter – mit gerunzelter Stirn, mal lächelnd, mal grimmig. Leider ist den Heimatfreunden nicht bekannt, welche Bedeutung sich sowohl hinter den Wesen als auch hinter den Gesichtern verbirgt.
Am Kronleuchter im großen Rathaussaal spielt die Zahl Acht eine wichtige Rolle. So sorgen zusätzlich zur normalen Leuchterbefestigung acht verzierte Metallstreben für Halt. Um die große Kugel in der Leuchtermitte gibt es eine geschmiedete Umrandung, auf der acht Fabelwesen dargestellt sind, wie zum Beispiel ein Einhorn und ein Zentaur. Weiter außenliegend sind acht runde Lampen befestigt, die den Saal erleuchten. Auf dem unteren Bereich der großen Kugel befinden sich ringsherum acht Gesichter – mit gerunzelter Stirn, mal lächelnd, mal grimmig. Leider ist den Heimatfreunden nicht bekannt, welche Bedeutung sich sowohl hinter den Wesen als auch hinter den Gesichtern verbirgt.
Die herrlichen Bleiglasfenster im großen Saal wurden von der Glasmanufaktur Hey nach Frohbergs Entwürfen gefertigt und durch Spenden finanziert. Alle sechs sind Einzelstücke und stellen sinnbildliche Motive aus Industrie und Gewerbeleben dar. Das Glasfenster an der Mittelwand symbolisiert den Gewerbefleiß. Eine Göttin schwebt auf einer Weltkugel und aus ihren beiden Füllhörnern quellen goldene Früchte als Segen der Arbeit. An den Randfenstern sind die Metallindustrie (Hammer), die Tuchmacherei (Spindel), der Handel (Merkurstab), die Schuhindustrie (Absatzschuh) und das Zigarrengewerbe (Tabakblüten) zu erkennen. Erst vor ein paar Monaten wurden die Fenster restauriert.
Die herrlichen Bleiglasfenster im großen Saal wurden von der Glasmanufaktur Hey nach Frohbergs Entwürfen gefertigt und durch Spenden finanziert. Alle sechs sind Einzelstücke und stellen sinnbildliche Motive aus Industrie und Gewerbeleben dar. Das Glasfenster an der Mittelwand symbolisiert den Gewerbefleiß. Eine Göttin schwebt auf einer Weltkugel und aus ihren beiden Füllhörnern quellen goldene Früchte als Segen der Arbeit. An den Randfenstern sind die Metallindustrie (Hammer), die Tuchmacherei (Spindel), der Handel (Merkurstab), die Schuhindustrie (Absatzschuh) und das Zigarrengewerbe (Tabakblüten) zu erkennen. Erst vor ein paar Monaten wurden die Fenster restauriert.
Auch das Roßweiner Wappen findet sich im großen Saal des Rathauses wieder: ein nach links schauendes Ross steht auf einem Dreiberg, dahinter drei Weinreben mit sieben Weinblättern. Ringsherum wurde ein zusätzlicher Weinrebenkranz gestaltet. Das gesamte Wappen wurde schmiedeeisern gefertigt und trägt am unteren Rand als Inschrift den Nachweis auf den Schmiedemeister Artur Hoffarth sowie 1909. Unter dem Wappen im Rathaussaal stehen ein Ratsstuhl sowie zwei Beistühle. Diese entstanden vermutlich um 1890. Beeindruckend gestaltet wurden besonders die Armlehnen mit zwei großen Bärenfiguren am Ratsstuhl sowie vier kleinen Löwen bei den anderen beiden Stühlen.
Auch das Roßweiner Wappen findet sich im großen Saal des Rathauses wieder: ein nach links schauendes Ross steht auf einem Dreiberg, dahinter drei Weinreben mit sieben Weinblättern. Ringsherum wurde ein zusätzlicher Weinrebenkranz gestaltet. Das gesamte Wappen wurde schmiedeeisern gefertigt und trägt am unteren Rand als Inschrift den Nachweis auf den Schmiedemeister Artur Hoffarth sowie 1909. Unter dem Wappen im Rathaussaal stehen ein Ratsstuhl sowie zwei Beistühle. Diese entstanden vermutlich um 1890. Beeindruckend gestaltet wurden besonders die Armlehnen mit zwei großen Bärenfiguren am Ratsstuhl sowie vier kleinen Löwen bei den anderen beiden Stühlen.
Der kleine Saal im Roßweiner Rathaus wird beispielsweise für Fraktionssitzungen, Zusammenkünfte des Zukunftsforums und des Seniorenbeirates genutzt. Im Vorraum ist zum Neujahresempfang das Büffet aufgebaut. Im kleinen Saal befindet sich ein Gemälde aus dem Jahr 1926, welches von Albin Tippmann gemalt wurde. Es soll die damalige Lebensweise in Roßwein widerspiegeln. Ein Bauer pflügt sein Feld mit seinen zwei Pferden und im Hintergrund ist die Kirche zu erkennen. Auch die Landwirtschaft nimmt neben der Industrie einen großen Stellenwert ein. Dies ist nicht Tippmanns einziges Werk. Auch weitere Bilder von ihm hängen im Rathaus.
Der kleine Saal im Roßweiner Rathaus wird beispielsweise für Fraktionssitzungen, Zusammenkünfte des Zukunftsforums und des Seniorenbeirates genutzt. Im Vorraum ist zum Neujahresempfang das Büffet aufgebaut. Im kleinen Saal befindet sich ein Gemälde aus dem Jahr 1926, welches von Albin Tippmann gemalt wurde. Es soll die damalige Lebensweise in Roßwein widerspiegeln. Ein Bauer pflügt sein Feld mit seinen zwei Pferden und im Hintergrund ist die Kirche zu erkennen. Auch die Landwirtschaft nimmt neben der Industrie einen großen Stellenwert ein. Dies ist nicht Tippmanns einziges Werk. Auch weitere Bilder von ihm hängen im Rathaus.
Direkt vor dem Standesamt hängt ein kleiner Leuchter mit zwei runden Lampen. In der Mitte sind ganz passend zum Standort zwei verbundene Eheringe dargestellt. Vor dem Büro des amtierenden Hauptamtsleiters befindet sich eine ähnliche Lampe, allerdings nicht mit Ringen, sondern mit Zirkel und Dreieck. Die Schmiedekunst des Schlossermeisters Artur Hoffarth und der Schlosserschule sind im gesamten Rathaus zu finden. So gibt es neben dem Kronleuchter und dem Wappen im großen Sitzungssaal überall verteilt im Gebäude auch kleinere Leuchter, schmiedeeiserne Geländer, verschiedene Garderobenständer und ein massives Tor zum Standesamt.
Direkt vor dem Standesamt hängt ein kleiner Leuchter mit zwei runden Lampen. In der Mitte sind ganz passend zum Standort zwei verbundene Eheringe dargestellt. Vor dem Büro des amtierenden Hauptamtsleiters befindet sich eine ähnliche Lampe, allerdings nicht mit Ringen, sondern mit Zirkel und Dreieck. Die Schmiedekunst des Schlossermeisters Artur Hoffarth und der Schlosserschule sind im gesamten Rathaus zu finden. So gibt es neben dem Kronleuchter und dem Wappen im großen Sitzungssaal überall verteilt im Gebäude auch kleinere Leuchter, schmiedeeiserne Geländer, verschiedene Garderobenständer und ein massives Tor zum Standesamt.
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