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Schäumende Weißeritz

Am Mittwochmorgen trauten viele Passanten ihren Augen nicht, als in Dresden die Weißeritz weiße Schaumberge zur Elbe spülte. Stadt und Polizei haben erste Spuren identifiziert.

© Antje Krauße

Dresden. Wie nach einem Vollwaschgang. Dicke weiße Schaumwolken trieben am Mittwochmorgen auf dem Wasser der Weißeritz gen Elbemündung. Weil viele Dresdner das Phänomen fotografierten und meldeten, schickte die Stadtverwaltung gleich alle möglichen Abteilung in die Spur zur Ursachenforschung: Stadtentwässerung, Feuerwehr und Umweltamt nahmen sich der Sache an und Wasserproben samt Schaum vor Ort.

Der Schaum fließt in die Elbe.
Der Schaum fließt in die Elbe. © Antje Krauße

Zusätzlich ermittelte die Wasserschutzpolizei. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde der Schaum im Bereich Lübecker Straße / Emerich-Ambros-Ufer über den Weidigtbach in die Weißeritz gespült. Kontrollen am Weidigtbach und Gorbitzbach zur Ursache oder zum Verursacher der Schaumbildung dauern an und waren bisher noch nicht erfolgreich, teilte die Stadt am Mittwochnachmittag mit.

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Im Laufe des Tages sei der Schaum auf der Weißeritz und im Bereich der Elbe-Mündung deutlich zurückgegangen. Welche Substanz zur Schaumbildung geführt hat und wie sie in den Weidigtbach bzw. Gorbitzbach gelangt ist, ist derzeit nicht bekannt. Die Fachleute tippen auf ein Tensid. Zu den Tensiden zählt man auch waschaktive Substanzen wie Waschmittel oder Spülmittel.

Nach Angaben der Feuerwehr war der pH-Wert des Wassers mit 7 neutral – ein Fischsterben sei nicht beobachtet worden. Beides lasse hoffen, dass eine nachhaltige Schädigung von Flora und Fauna der betroffenen Gewässer nicht eingetreten ist. Dies werde jedoch weiter geprüft. Eine dauerhafte oder stadtgebietsübergreifende Gefährdung für die Elbe sei jedoch nicht zu erwarten. (szo)