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Schalke: Nübel sieht Rot, Schubert im Tor

Der frühere Dynamo-Torwart erlebt beim 1:0-Sieg der Königsblauen gegen Eintracht Frankfurt seine Bundesliga-Premiere - und es dürften weitere Spiele folgen.

Schlussjubel: Trainer David Wagner umarmt Torwart Markus Schubert.
Schlussjubel: Trainer David Wagner umarmt Torwart Markus Schubert. © MoMue

Gelsenkirchen. So schnell kann es gehen: Plötzlich steht Markus Schubert bei Schalke 04 im Tor. Der 21-Jährige, der vor dieser Saison von Dynamo Dresden zu den Königsblauen gewechselt ist, kam am Sonntagabend in der Partie gegen Eintracht Frankfurt (1:0) zu seinem ersten Einsatz in der Fußball-Bundesliga. Er ersetzte Stammtorwart Alexander Nübel, der nach einer üblen Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. So kam es in der 67. Minute zum Torhüter-Wechsel. Den Siegtreffer für Schalke erzielte Benito Raman, der damit im vierten Ligaspiel in Folge erfolgreich war.

Als Nübel den Frankfurter Mijat Gacinovic rund 35 Meter vor dem Tor heftig mit dem Fuß an der Brust traf und vom Platz musste, begann für die Gastgeber das große Zittern – was aber keinesfalls an Schubert lag. Der gebürtige Freiberger wurde nicht ernsthaft gefordert, eine hohe Flanke holte er sicher aus der Luft. Seine Vorderleute verteidigten leidenschaftlich, die wenigen Abschlüsse der Eintracht, die sie nicht blocken konnten, waren zu ungenau. Auch in sieben Minuten Nachspielzeit, die es wegen der Unterbrechung nach dem Platzverweis gab, kamen die Frankfurter nicht mehr durch. Mit dem Sieg behauptete Schalke den vierten Tabellenplatz vor Bayern München und gehört damit zu einem Quintett von Titelanwärtern. Kapitän Nübel dürfte nach dem Platzverweis jedoch in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. Das heißt, am Mittwoch in Wolfsburg sowie am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Freiburg dürfte Schubert erneut zum Einsatz kommen. Schalke-Trainer David Wagner lief nach dem Schlusspfiff im Sprint auf den Ex-Dresdner zu und sprang ihm förmlich in die Arme - für Schubert eine Bundesliga-Premiere, wie man sie sich kaum besser wünschen kann. 

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Und das sagte Schubert hinterher beim Fernsehsender Sky: 

… zum ersten Pflichtspiel: „Es hat sich gut angefühlt. Ich habe mich super wohlgefühlt. Es kamen auch gleich viele Spieler und Betreuer zu mir, dass ich ruhig bleiben soll. Dann haben wir als gesamte Mannschaft in Unterzahl noch ein top Spiel gemacht.“

… zum Ergebnis: „Der Kampf war ausschlaggebend. Wir waren spielbestimmend und hatten viel Ballbesitz. Durch einen Fehler von Frankfurt haben wir das 1:0 gemacht. In Unterzahl ging es nur noch darum, den Sieg hierzubehalten.“

… zur Stimmung auf Schalke: „Seitdem ich hier bin, fühle ich mich pudelwohl. Ich habe eine geile Mannschaft kennengelernt, ein geiles Betreuerteam. Alle sind super nett und haben einen klaren Fokus auf den Fußball.“

Schubert machte am Mittwochabend beim 1:1 in Wolfsburg "überragend" weiter. Er feierte sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Der 21 Jahre alte Juniorennationalspieler hielt lange Zeit ganz stark, rettete unter anderem gegen Maximilian Arnold und Marcel Tisserand. Doch ausgerechnet beim Gegentreffer von Kevin Mbabu in der 82. Minute patzte der Schlussmann dann. Beim Eckball zuvor flutschte der Ball durch seine Hände.

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Er sei behindert worden, klagte Schubert, der sofort beim Schiedsrichter Martin Petersen reklamieren wollte. Doch der sei "gleich weg gerannt". Aus der Mannschaft kam "überhaupt kein Vorwurf" in Richtung des jungen Keepers, nachdem Schalke durch das Unentschieden nach dem Führungstreffer von Ozan Kabak in der 51. Minute den möglichen Sprung auf Platz drei - und vor allem vorbei am Erzrivalen BVB - verpasste. Vorher habe er Schalke mit seinen Paraden "im Spiel gehalten", sagte Bastian Oczipka. "Wir brauchen ihn nicht aufbauen. Er hat ein überragendes Spiel gemacht."(dpa, SZ, sid)

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