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Scharfe Kritik an Wolfsschützern

Der Verein Wolfsschutz Deutschland hat 10.000 Euro für Hinweise zu einer getöteten Wölfin versprochen. CDU-Politiker haben dafür kein Verständnis.

© dpa

Bautzen. Kommunalpolitiker der CDU üben scharfe Kritik am Verein Wolfsschutz Deutschland. Landrat Michael Harig und der Bürgermeister von Radibor, Vinzenz Baberschke, werfen der Vorsitzenden des Vereins Zynismus vor. In einem Interview mit der SZ hatte Brigitte Sommer unter anderem erklärt, sie habe kein Verständnis für die Tierhalter, deren Ziegen und Schafe durch den Wolf gerissen werden. Wörtlich sagte sie: “Zum Teil werden die Tiere so schlecht geschützt, dass man von Anfüttern sprechen muss“.

Mit solchen Äußerungen erhebe sich die Vereinsvorsitzende über die Menschen in der Lausitz, schreiben Landrat und Bürgermeister. Sie unterstelle diesen Dummheit und Bequemlichkeit. Der Verein selbst glaube zwar, die Mehrheit der Bevölkerung zu repräsentieren. Tatsächlich werde er jedoch nur von „Nichtregierungsorganisationen“ und „sonstigen großstädtischen Balkonbiologen“ unterstützt.

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Wer tötete die Wölfin und versenkte sie im Stausee Mortka? „Die Belohnung soll Mitwissern die Zunge lockern“, sagt Brigitte Sommer vom Verein Wolfsschutz Deutschland.

Zwar könne man die Wiederansiedlung des Wolfes durchaus als Zeichen der Genesung der Kulturlandschaft verstehen. Ebenso müssten aber die Konflikte zwischen Artenschutz und Nutztierhaltung gesehen werden. Notwendig sei eine sachliche Diskussion und die Bereitschaft , sich mit der Argumentation des „Anderen“ ernsthaft auseinanderzusetzen. (SZ)