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Schaumaplast verteidigt Ausbaupläne

Das Unternehmen wehrt sich gegen Vorwürfe, dass der Lkw-Verkehr unzumutbar zunehmen würde.

© Claudia Hübschmann

Nossen. In den letzten Wochen wurde viel über das Erweiterungsvorhaben im Nossener Gewerbegebiet am Augustusberger Weg diskutiert. In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen jetzt in einem direkten Schreiben an die Anwohner in der unmittelbaren Nachbarschaft des Gewerbebetriebes gewandt. Dies, um noch einmal Stellung zu den vermeintlichen Problemen rund um die Errichtung einer Lagerhalle nehmen zu können.

„Die unerwartete Schärfe der Diskussion und die Vorwürfe gegen Schaumaplast machen uns außerordentlich betroffen“, so Geschäftsführer Bernhard Hauck. Das seit 1995 im Gewerbegebiet ansässige Familienunternehmen versteht sich seit vielen Jahren als Teil von Nossen und ist stolz, an diesem Standort Produktionsstätten auf dem neuesten Stand der Technik zu betreiben. „Wir beschäftigen in allen drei zu Schaumaplast gehörenden Betrieben immerhin rund 90 Mitarbeiter, davon viele aus Nossen und der näheren Umgebung“, ergänzt Kay Schillig, Betriebsleiter bei Schaumaplast.

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So wird unter anderem befürchtet, dass die Baupläne einen Anstieg des Lkw-Verkehrs zur Folge haben. Das Lkw-Aufkommen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Schaumaplast macht allerdings nur einen Teil des Verkehrs aus, während eine erhebliche Zahl an Lkw-Bewegungen nachweislich durch die naheliegende Zollabfertigung verursacht wird.

Bei dem geplanten Grundstückserwerb ging es zu keinem Zeitpunkt um die Neuerrichtung einer Produktion, sondern ausschließlich darum, auf der Gewerbegebietsfläche am Gründchen eine Lagerhalle für Styropor-Fertigprodukte zu errichten. „Zudem“, so Bernhard Hauck weiter, „sollen in einer weiteren Halle die Konfektionierung und Verpackung unserer Produkte und das dazu notwendige Zuschneiden erfolgen. Die entsprechenden Baugesuche sind bei uns aktuell in der Planungsphase und wurden noch nicht eingereicht. Selbstverständlich beachten wir bei diesen Plänen alle baurechtlichen und gesetzlichen Vorgaben. Anderenfalls hätten wir auch gar keine Chance auf eine Genehmigung.“

Dass mit einer Lagerhalle Zu- und Abtransporte verbunden sind, liegt in der Natur der Sache. Allerdings befindet sich das Unternehmen in einem klassischen Gewerbegebiet, wo Lkw-Verkehr tägliche Praxis ist. Unabhängig davon ist eine sprunghafte Zunahme des Lkw-Verkehrs nicht zu erwarten, da allein durch die Schaffung von zusätzlicher Lagerkapazität die Auslieferungsmenge nicht erhöht wird. Die zusätzliche Lagerkapazität dient ausschließlich der Vereinfachung der Fertigungsabläufe. (SZ)