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Scheck und Projekt für Förderschulen

Die Rotarier Mittelsachsens halten ihr Versprechen und unterstützen die Schulen. Dadurch gewinnt auch das Kloster Buch an Attraktivität.

© André Braun

Von Heike Heisig

Waldheim/Region. Was würden Sie mit geschenkten 500 Euro machen? Wünsche erfüllen, die Sie sich sonst nicht leisten können. Genauso ist die Herangehensweise der vier Lernförderschulen im Altkreis Döbeln. Die Einrichtungen bekommen seit 2012 jedes Jahr je 500 Euro vom Rotary-Club Döbeln-Mittelsachsen. „Diese Kontinuität ist uns wichtig, damit die Größe planbar ist“, sagte am Montag Steffen Blech, der zu den Gründungsmitgliedern des Clubs gehört. Von Anfang an wichtig gewesen sei die Unterstützung von Schülern, die mit Handicaps leben müssen, teilweise außerdem noch aus sozial benachteiligten Familien kommen. „Daher freuen wir uns, diese Tradition beibehalten zu können“, so der amtierende Präsident Rudolf Wilhelm Lehle bei der Geldübergabe für dieses Jahr.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

Hier werden Fotos von Neugeborenen gezeigt, die aus Döbeln oder aus der Region kommen. Vielleicht ist auch Ihr Bild bald dabei?

Hinweise auf Schiefertafeln

Die musste ohne symbolische Schecks auskommen. Darüber waren die Schulleiter nicht böse. Denn mit leeren Händen gingen sie später trotzdem nicht zurück in ihre Bildungseinrichtung. Jeder der Schulvertreter nahm einen konkreten Auftrag mit. Alle vier haben das Ziel, die Arbeit des Fördervereins Kloster Buch zu unterstützen und diese historische Stätte für Besucher noch attraktiver zu machen. Dass den Rotariern auch diese Art Unterstützung vorschwebt, hatte Vorstandsmitglied Holger Jentzsch schon im vergangenen Jahr angesprochen. Am Montag wartete er mit vier konkreten Projektideen auf.

Die Pflanzen im Kräutergarten des Klosters sollen mit den deutschen Namen gekennzeichnet werden. Ein 1,80 Meter großes Insektenhotel ist gewünscht. Und es gibt Bedarf an Kerzen- und Speisekartenhaltern. Dafür will der Förderverein Kloster Buch vorhandenes Material wie Dachbalken, Schiefer und Holz bereitstellen. Die Schüler haben für die Umsetzung der Ideen mindestens ein Jahr Zeit. Bei manchen passt die Aufgabenerfüllung noch ins Ganztagsangebot oder in ein Schulprojekt.

Eltern wollen Theater sehen

In Waldheim wird die Spende von 2016 für einen Ausflug verwendet. Der war schon für 2015 geplant. Doch weil dann plötzlich ein Musikinstrument fehlte, wurde das Geld im vorigen Jahr für eine Ersatzbeschaffung eingesetzt, erzählte Schulleiter Heiko Felgener. In der Roßweiner Lernförderschule wurden die Unterstützung der Rotarier in eine altersgerechte Gestaltung der Pausenanlagen im Freien investiert.

Die Schlossbergschüler haben die Finanzzuschüsse für eine Verschönerung ihres Freigeländes eingesetzt, unter anderem ein grünes Klassenzimmer angelegt. 2015 floss das Geld laut Schulleiterin Dagmar Dettke in Projekte zum Erreichen des Titels „Schule ohne Rassismus“.

In der Regenbogenschule Döbeln wurde und wird die Hilfe für die Fortführung einer Kooperation mit Neuntklässlern des Gymnasiums in Hartha benötigt, so Schulleiterin Monika Höfling. Das Projekt ist zu einer festen Größe geworden und sogar gewachsen. Demnächst wird es zum ersten Mal eine Theateraufführung nicht nur für Schüler und Lehrer geben, sondern auch für Eltern.