Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Merken

Scheune steht in Flammen

Fast 60 Feuerwehrleute bekämpften das Feuer. Probleme gab es mit einem Hydranten und anderer Technik.

Teilen
Folgen
NEU!
© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

Döbeln. Die Nacht zum Sonnabend endete für die Feuerwehrleute von Döbeln und Roßwein sehr zeitig. Sie wurden gegen 3.30 Uhr zum Einsatz gerufen. Zunächst hieß es, eine Garage an der Alexanderstraße brenne. Es stellte sich aber heraus, dass ein Teil der Scheune des ehemaligen Gutes Möbius im Vollbrand stand. Die Flammen loderten meterhoch. Die Funken sprühten in den noch dunklen Himmel.

Fotos vom Scheunenbrand in Döbeln

Döbelner und Roßweiner Feuerwehrleute löschen den Brand an einem Scheunenteil des ehemaligen Gutes Möbius. Zum Einsatz kamen auch zwei Feuerwehrdrehleitern.
Döbelner und Roßweiner Feuerwehrleute löschen den Brand an einem Scheunenteil des ehemaligen Gutes Möbius. Zum Einsatz kamen auch zwei Feuerwehrdrehleitern.
Viel Material wurde gebraucht. Neben den Drehleitern und Atemschutzgeräten, wurde auch eine Wärmebildkamera eingesetzt, um die letzten Brandnester zu erkennen.
Viel Material wurde gebraucht. Neben den Drehleitern und Atemschutzgeräten, wurde auch eine Wärmebildkamera eingesetzt, um die letzten Brandnester zu erkennen.
Insgesamt waren 57 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen, die Polizei und das DRK vor Ort. Die Alexanderstraße war bis in die Morgenstunden gesperrt.
Insgesamt waren 57 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen, die Polizei und das DRK vor Ort. Die Alexanderstraße war bis in die Morgenstunden gesperrt.
Die Feuerwehrmänner packen zusammen. Sie sind geschafft, bekamen aber für ihre Motivation und Einsatzbereitschaft ein Lob vom Einsatzleiter.
Die Feuerwehrmänner packen zusammen. Sie sind geschafft, bekamen aber für ihre Motivation und Einsatzbereitschaft ein Lob vom Einsatzleiter.

Weitere Einsatzkräfte der Döbelner Ortswehren wurden mobilisiert und die Roßweiner Feuerwehr dazugerufen. Im Einsatz waren 57 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen, die Polizei und das DRK. Zum Einsatz kamen auch zwei Drehleitern und viele Atemschutzträger, da die Feuerwehrleute starker Rauchentwicklung ausgesetzt waren.

„Wir haben das Dach geöffnet und einen Teil der Außenwand abgerissen, damit wir die Glutnester löschen können“, sagte Einsatzleiter Andreas Riedel. Danach kam die Wärmebildkamera der Roßweiner Wehr zum Einsatz, um die letzten Brandnester zu erkennen und gezielt löschen zu können.

Auch die Döbelner Wehr besitzt ein solches Gerät. Das ist aber nach Aussage der Feuerwehrleute seit etwa sechs Monaten nicht einsatzbereit. Eine Reparatur sei von der Stadt in Aussicht gestellt, aber nicht realisiert worden. Das betrifft auch die Pumpe des Limmritzer Tanklöschfahrzeuges, die seit dem Brand an der Uferstraße nicht mehr funktioniert.

Das Löschwasser wurde zuerst von anderen Tankern genommen. Der Anschluss an den Unterflurhydranten in der Grimmaischen Straße gestaltete sich schwierig, da der Zugang nicht leicht zu öffnen ging. Genutzt wurde der Hydrant an der Alexanderstraße. Außerdem verlegten die Feuerwehrleute eine lange Schlauchstrecke und entnahmen Wasser aus der Mulde. Gegen 8 Uhr wurden die Kräfte reduziert. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Grimmaische Straße gesperrt.

Nachbarn waren bereits in den frühen Morgenstunden vor Ort. Sie erzählten, dass sie ein lautes Krachen gehört und dann die Flammen gesehen hätten. „Gut, dass es windstill ist, und wir keine Angst haben müssen, dass das Feuer übergreift“, sagten sie. Einsatzleiter Andreas Riedel lobte die Motivation und Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute.

Was den Brand auslöste, untersuchen nun die Brandursachenermittler der Polizei Chemnitz.