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Schiebock aus Lindenholz

Die bekannte Bischofswerdaer Schubkarre inspirierte schon immer – nachzulesen in einem Heft.

© Repro: Steffen Unger

Bischofswerda. Der Schiebock gehört ins Bischofswerdaer Stadtbild. Ziel von Ehrenamtlichen um Tierparkleiterin Silvia Berger und Netzwerkchef Andreas Mikus ist es, die für die Stadt typische Schubkarre für Einheimische und Gäste sicht- und erlebbar zu machen. Seit letztem Jahr kamen rund 20 Schieböcke neu dazu – als Wandbild, Hausnummer oder Werbeträger.

Dass man den Schiebock auch schnitzen kann – in diesem Fall aus Lindenholz – zeigte schon vor vielen Jahren der Bischofswerdaer Holzgestalter Martin Lehmann. An ihn und andere Kunsthandwerker der Stadt erinnert Jürgen Engemann im soeben erschienenen Heft 98 „Geschichten um Bischofswerda“. Der Autor würdigt einen produktiven Künstler, der 2017 hochbetagt im Alter von 99 Jahren gestorben ist. Martin Lehmann gestaltete Szenen aus dem Alltag, mitunter mit Augenzwinkern, in jedem Fall aber bewundernswert: die Hausfrau an der Nähmaschine, die „moderne“ Mutter mit Zigarette und Kinderwagen, Schachspieler, ein Musiker-Trio, der Dresdner Kreuzchor mit 100 (!) Sängern. Sein Meisterstück war jedoch eine über einen Meter hohe Weihnachtspyramide, auf der sich Märchenfiguren drehen.

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Spitzenforschung und Lehre auf hohem Niveau gibt es auch außerhalb von Großstädten und Ballungszentrum: nämlich an der Hochschule Zittau/Görlitz.

Außer der Holzkunst werden in diesem Heft auch die Metallgestaltung und die Damastweberei beschrieben. Bereits das vorangegangene Heft rückte Oberlausitzer Handwerkstraditionen in den Mittelpunkt.

Diese und weitere Hefte aus der Schriftenreihe des Münzvereins Bischofswerda kann man im Fotogeschäft Schaarschmidt an der Bahnhofstraße in Bischofswerda kaufen. Jedes Heft kostet 2,80 Euro. (SZ)