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Schiedsrichter zeigen Gewalt die rote Karte

Nachdem ein Unparteiischer in der Kreisliga niedergestreckt wurde, rufen mehr als 30 Spitzen-Referees zu mehr Respekt auf.

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© Patrick Seeger/dpa

Die Elite der deutschen Fußball-Schiedsrichter ruft zu mehr Respekt auf und stellt sich gegen Gewalt. "Wir Schiris stehen zusammen. Egal, in welcher Klasse", heißt es in einem Zwei-Minuten-Video bei dfb.de, für das mehr als 30 Spitzen-Referees und deren Assistenten Botschaften einsprachen: "Gewalt gehört ins Abseits. Egal, ob passiv oder aktiv. Zeigt Gewalt die Rote Karte! Ohne Schiedsrichter rollt der Ball nirgendwo." Motto der Kampagne ist "Wir stellen Gewalt ins Abseits".

Am Wochenende war der Schiedsrichter Nils C. im Spiel der hessischen Kreisliga C zwischen dem FSV Münster und TV Semd von einem FSV-Spieler per Faustschlag niedergestreckt und bewusstlos geschlagen worden. Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sich betroffen gezeigt.

"Die zahlreichen Gewalttaten, Respektlosigkeiten und Übergriffe gegen Schiedsrichter auf den Amateurplätzen schockieren auch uns, wir sind bestürzt, fassungslos und betroffen. Jeder Vorfall ist einer zu viel, jede Form von Gewalt ist nicht akzeptabel", hieß es in einem Brief an die Schiedsrichter, der von DFB-Präsident Fritz Keller, den Vize-Präsidenten Rainer Koch und Ronny Zimmermann sowie Generalsekretär Friedrich Curtius unterschrieben war. (sid)