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Schiff ahoi am 1. Mai

© Sven Ellger

Die Flotte startet die Saison mit einer Parade. Auch an die Schaulustigen ist dabei gedacht.

Von Christoph Springer

Die Schiffe sind bereit für den großen Tag. Neun Raddampfer und die Salonschiffe „August der Starke“ und „Gräfin Cosel“ gehen am Montag gemeinsam auf Tour. Wie jedes Jahr am 1. Mai eröffnen sie mit einer Parade die Hauptsaison der Ausflugsfahrten. Anführer ist das Flaggschiff der Flotte, der Dampfer „Dresden“.

Bis vor wenigen Tagen haben die Mitarbeiter der Sächsischen Dampfschifffahrt Hand angelegt an ihren Schiffen, damit sie rechtzeitig im Bestzustand sind. Flottensprecher Robert Rausch berichtete, zuletzt sei noch an den Dampfern „Meißen“ und „Pillnitz“ gearbeitet worden. Auf der Meißen wurde ein neuer Hilfsdieselmotor in Betrieb genommen, die „Pillnitz“ bekam neuen Fußbodenbelag in den Toilettenräumen. Damit sind die neun historischen Schiffe einsatzbereit. Die „Cosel“ und die „August“ bekamen unter anderem auffällige neue Anstriche an den Seiten, die die verblichene rote Farbe auf den Flächen ersetzen, auf denen die Schiffsnamen stehen.

Die Parade am 1. Mai, ab 10 Uhr, ist für die Dampfschiffahrt nicht nur ein Saisonhöhepunkt gleich zum Beginn der Hauptfahrzeit, sie hilft auch wirtschaften. Denn nach einem schlechten Jahr 2015 mit rund 1,1 Millionen Euro Verlust setzt das Unternehmen 2017 auf schwarze Zahlen. Dazu müssen die Schiffe möglichst häufig so gut besetzt sein wie bei der Sondertour am Montag. Allein auf der „Dresden“ fahren dann mehr als 400 Passagiere mit. Robert Rausch will keine aktuellen Zahlen nennen, deutete aber Mitte April an, das Jahr sei vielversprechend gestartet. Seine Chefin Karin Hildebrand gab Anfang des Monats die Zielmarke von rund 500 000 Tickets für dieses Jahr aus.

Die Saisoneröffnung zu Wasser verbindet die Dampfschiffahrt am Montag zum ersten Mal mit einer besonderen Aktion für die Schaulustigen an Land. Während die Flotte unterwegs ist, werden an die Zuschauer Fähnchen verteilt, mit denen sie den Schiffen und den Passagieren zuwinken können. 30 000 Fähnchen liegen bereit, so Rausch. Wer eines davon ergattert, kann später damit im Ticketverkauf eine verbilligte Fahrkarte bekommen.

Zu den besten Winkplätzen gehört neben der Carolabrücke, der Albertbrücke, der Waldschlößchenbrücke und dem Blauen Wunder das Elbufer oberhalb der Pillnitzer Insel. Dort kann man die Schiffe besonders lange beobachten, während sie auf der Elbe wenden, um nach Dresden zurückzufahren.

Das Wetter am Maifeiertag passt zum Saisonauftakt der Dampfer. Es wird freundlich, sagt Manuel Voigt vom Deutschen Wetterdienst. „Erst im Tagesverlauf bilden sich ein paar Wolken.“ Nur die Temperaturen spielen noch nicht so recht mit. Mehr als 15 Grad werden es voraussichtlich nicht.

www.saechsische-dampfschiffahrt.de