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Schillergalerie hübscht sich auf

Das Untergeschoss wird umgebaut und die Konsum-Filiale modernisiert. Auch ein neuer Mieter soll kommen.

© Christian Juppe

Von Sophie Arlet

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Ein entspanntes Einkaufserlebnis ist in der Schillergalerie derzeit nicht möglich. Bei der Fleischerei Korch müssen sich die Verkäuferinnen alle Mühe geben, um die Bestellungen ihrer Kunden durch den Baulärm zu hören. Und auch bei Hussel fallen die Kundengespräche derzeit notgedrungen etwas kürzer aus. Doch der Geräuschpegel ist nicht das einzige Problem. Seit Mitte Januar ist das komplette Untergeschoss gesperrt und der Rolltreppenbereich abgedeckt. Die Filialen von Kosum und Zeemann haben für die Zeit der Bauarbeiten geschlossen.

Im Erdgeschoss stimmen mit Blaumann und Kopfhörern bekleidete Schaufensterpuppen die Kunden auf die neue Situation ein. Auch ein Betonmischer fehlt nicht. Große Schilder verkünden „Wir bauen für Sie um“. Dieser Hinweis hat bereits zu Missverständnissen geführt. „Wir wurden gefragt, wann wir denn zumachen“, sagt die Verkäuferin des Schuhladens im Erdgeschoss. Denn viele Kunden hätten angenommen, dass auch im oberen Bereich gebaut wird und alle Geschäfte eine Pause einlegen müssten. Das ist aber nicht geplant. Bis Anfang März sind die Bauarbeiter nur im Untergeschoss beschäftigt. „Es geht darum, diese schöne Anlage in die Zeit zu bringen“, sagt Heidrun Quilitzsch von der Aplonea GmbH. Sie ist seit wenigen Wochen die neue Centermanagerin. Neue Farben, ein neuer Fußboden und insgesamt mehr Licht sollen den unteren Bereich der Galerie freundlicher und moderner machen. Auch die Flächenaufteilung ändert sich. Der Konsum bekommt ein wenig mehr Platz. Der Durchgang zur Tiefgarage wird ebenfalls neu gestaltet.

Außer bei Zeemann werden alle Fassaden nach vorn versetzt, das Rondell um die Rolltreppe wird damit kleiner. Die derzeit noch leer stehende Fläche des ehemaligen Diska-Marktes soll auch bald wieder bezogen werden. „Ich freue mich sehr, dass wir wieder voll vermietet sein werden“, so Quilitzsch. Wer ins Untergeschoss zieht, will sie aber noch nicht sagen, da noch letzte Details geklärt werden müssten. Voraussichtlich im Frühjahr soll das Geheimnis gelüftet werden.

Die Konsum-Filiale ist komplett leer geräumt und wird von Grund auf erneuert. „Neben einer neuen Ästhetik wird auch aus ökologischen Gesichtspunkten die gesamte Kühltechnik auf umweltfreundliche -Technologie umgestellt“, sagt Konsum-Vorstand Roger Ulke. Zudem sollen viele neue Waren ihren Weg ins Sortiment finden. So ist zum Beispiel eine Fischtheke geplant. Auch neue regionale Produkte und Spezialitäten aus anderen Regionen wird es geben. Die Wiedereröffnung ist für Anfang März geplant. Bis dahin müssen die Kunden auf die Filiale an der Tolkewitzer Straße oder auf die andere Elbseite in die Loschwitz-Arkaden ausweichen.

Auch die Tiefgarage wird saniert

Bei den Händlern im Erdgeschoss macht es sich inzwischen bemerkbar, dass der Konsum-Markt als Anlaufpunkt fehlt. Besonders vormittags und nach 18 Uhr ist deutlich weniger los. Immerhin würden die Rossmann-Filiale sowie Fleischer und Bäcker garantieren, dass weiterhin Laufkundschaft von der Haltestelle in die Galerie käme, sagt eine Mitarbeiterin bei Hussel. Sie macht sich aber Sorgen, dass sich die Menschen im Laufe der langen Umbauzeit eine Alternative zur Schillergalerie suchen.

Das kommt für drei ältere Damen nicht infrage. Sie machen gerade Pause auf einer der Bänke an der Rolltreppe. „Wir bleiben der Schillergalerie treu“, sagt eine entschieden. Ihre Lebensmittel kaufen sie jetzt in anderen Supermärkten, die direkt an einer Haltestelle liegen. Die Bauarbeiten nehmen die Frauen gerne in Kauf: „Danach haben wir es schön!“ Schritt für Schritt soll auch das Erdgeschoss mit neuen Farben und mehr Licht verschönert werden. „Das wird aber vermutlich nicht mehr in diesem Jahr stattfinden“, so Quilitzsch. Erst mal stünden routinemäßige Arbeiten wie Brandschutzsanierungen an. Perspektivisch soll es in der Schillergalerie auch Wlan-Empfang geben. Derzeit wird zudem eine neue Website erarbeitet, um die Außenwirkung zu erhöhen.

Ein großes Projekt, das noch aussteht, ist die Sanierung der Tiefgarage. Derzeit laufen die Planungen zusammen mit der Firma Apcoa, die die beiden Parkdecks mit 445 Stellflächen betreibt. Bestenfalls soll es noch in diesem Jahr losgehen, ein konkreter Termin steht aber noch nicht fest.

Auch außerhalb der Schillergalerie gibt es Veränderungen. In den ehemaligen Räumen des Geschäftes „Vom Fass“ werden jetzt Obst und andere Lebensmittel verkauft. Nur wenige Meter weiter gibt es aber wieder ein leeres Schaufenster. Der kleine Kurzwarenladen hat nach 20 Jahren geschlossen. Auch die beiden größeren Ladenflächen an der Tolkewitzer Straße warten noch auf neue Mieter.