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Schläger kommt glimpflich davon

Wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung stand ein Mann aus Döbeln vor Gericht.

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© Symbolfoto/dpa

Von Helene Krause

Döbeln. Am späten Abend des 19. Mai 2015 kam es auf dem Kauflandparkplatz in Döbeln zu einer gefährlichen Körperverletzung. Ein zur Tatzeit 37-jähriger Döbelner soll gemeinsam mit seinem Bruder auf einen Mann losgegangen sein. Während der Bruder dem Opfer mit einem Messer in die linke Hüfte stach, soll der 37-Jährige den Geschädigten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Wegen der Tat stand der 37-Jährige jetzt vorm Schöffengericht des Amtsgerichts Döbeln. Vorgeworfen wurden ihm gefährliche Körperverletzung sowie Sachbeschädigung.

Nachdem die Brüder von dem Opfer abgelassen hatten, sollen sie an dem Quad, das der Lebensgefährtin des Geschädigten gehörte, die Reifen zerstochen und den Heckspoiler abgerissen haben. An dem Quad entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1 600 Euro. Außerdem soll der Angeklagte bei der Tat in einem Rucksack ein Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge dabeigehabt haben.

Für die Taten wurde der Bruder des Beschuldigten Anfang 2017 vom Amtsgericht Döbeln zu drei Jahren Bewährung verurteilt. Der Tat vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Bruder des Angeklagten und dem Geschädigten. Angeblich sollte das Opfer ihm Geld für Drogen schulden. Wegen des Geldes hatte der Geschädigte den Bruder des Beschuldigten mit einer Luftdruckwaffe ins Gesicht geschossen. Das Opfer verbüßt zurzeit wegen Drogendelikten eine langjährige Haftstrafe.

Gleich zu Beginn der Verhandlung gesteht der Angeklagte, den Geschädigten einmal mit der Faust ins Gesicht geschlagen zu haben. Dass er das Quad kaputtgemacht und ein Messer dabei gehabt hat, bestreitet er. Das Verfahren wegen Sachbeschädigung wird eingestellt.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Karin Fahlberg verurteilt den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten. In das Urteil geht ein Urteil von März 2016 mit ein. Damals war der Angeklagte wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er muss 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, jeden Wohn- und Arbeitsplatzwechsel anzeigen und erhält einen Bewährungshelfer. Das Urteil ist rechtskräftig.