Merken

Schlägereien in Leipzig - Syrische Familie sucht Polizeischutz

Die Polizei sieht sich mit Gewaltexzessen im Leipziger Osten konfrontiert. Die Situation ist noch unübersichtlich. Nach Lage der Dinge sind Menschen verschiedener Nationalitäten verwickelt.

Teilen
Folgen

Leipzig. Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen im Leipziger Osten hat eine Familie aus Syrien am Montag bei der Polizeidirektion in Leipzig um Schutz gebeten. „Wir konnten mit einer kirchlichen Einrichtung eine Unterkunft finden“, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die Familie fühle sich bedroht. Hintergrund ist offensichtlich ein Konflikt zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten aus dem arabischen Raum, die bei der Schlägerei beteiligt waren. Bereits am Freitag war es zu einem Handgemenge gekommen.

Wie die „Leipziger Volkszeitung“ (Online-Ausgabe) am Montag berichtete, war bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen eine junge Frau verletzt worden. Sie musste ins Krankenhaus. Andere Familienmitglieder hätten Schürfwunden und Schädelprellungen erlitten. Der Polizei waren bis Montag Hintergründe der Schlägerei nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen noch, sagte ein Sprecher.

Unklar ist zudem, ob es zwischen den Konflikten am Stadtteilpark Rabet an der Eisenbahnstraße und einer Massenschlägerei am Samstag vor eine Spielebar im Leipziger Osten einen Zusammenhang gibt. Nach Aussagen einer Polizeisprecherin vom Sonntag waren daran bis zu 50 Menschen beteiligt. Als die Beamten eintrafen, waren die Schläger bereits verschwunden. Die Polizisten trafen nur noch einen Verletzten an, der ärztliche Hilfe ablehnte. (dpa)