Merken

Schlag auf Schlag auf der Meißner Straße

Zwischen der Gleisschleife in Radebeul-West und der Obi-Kreuzung soll die Strecke sicherer werden.

Teilen
Folgen
© Norbert Millauer

Von Nina Schirmer

Radebeul. Einmal quer durch Radebeul fahren ohne Schlaglöcher, grobes Pflaster und geflickten Asphalt – davon können Autofahrer im Moment nur träumen. Während manche Abschnitte der Meißner Straße schon saniert sind, wird man an anderen Stellen noch kräftig durchgeschaukelt. Der schlechteste Abschnitt in Radebeul-Mitte soll ab 2018 saniert werden. Jetzt gibt es auch für eine weitere Strecke Ausbaupläne.

Die reicht von der Gleisschleife in Radebeul-West, Höhe Albert-Eyckhout-Straße, bis zum Obi an der Cossebauder Straße. Auf diesen rund 1,1 Kilometern soll die Straße sicherer für alle Verkehrsteilnehmer und leistungsfähiger werden. Das hat die Verwaltung in einer Aufgabenstellung formuliert, der die Stadträte im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstag zugestimmt haben.

Staufallen vermeiden

15 000 bis 20 000 Autofahrer nutzen täglich Radebeuls Hauptverkehrsstrecke. Bei Sanierungsvorhaben steht deshalb im Fokus, dass der Verkehr dort bestmöglich rollt und keine Staufallen entstehen. Für den Abschnitt der Meißner Straße in Radebeul-West sollen verschiedene Varianten untersucht werden, wie der motorisierte Verkehr, die Straßenbahnen und Radfahrer nicht miteinander in Konflikt geraten. Besonders wichtig: Der Verkehrsfluss darf an den Straßenbahnhaltestellen und an den Einmündungen anderer Straßen nicht gestört werden. Untersucht werden soll auch, ob die jetzige Breite der Straße für die zukünftige Verkehrsbelastung ausreicht. Oder, ob Anlieger Teile ihre Grundstücke abtreten müssen, damit die Straße verbreitert werden kann.

Schutz für Fußgänger und Radfahrer

Auch für alle, die sich ohne Motor fortbewegen, soll die Strecke sicherer werden. Dazu steht in den Planungsaufgaben, dass die Gehwege mindestens drei Meter breit und barrierefrei sein müssen. Außerdem soll es ausreichend Querungsmöglichkeiten über die Straße geben. Für Radfahrer soll ein extra Schutzstreifen am Fahrbahnrand geplant werden.

Erneuerung der Gleisanlagen

Stadtauswärts verengen sich die Straßenbahngleise ab der Gleisschleife auf eine Spur, die dann südlich von der Fahrbahn verläuft. Daran soll sich nichts ändern. Die Dresdner Verkehrsbetriebe planten keinen grundhaften Ausbau der Gleisanlagen, heißt es in der Aufgabenstellung. Die Schienen sollen lediglich erneuert werden. Verbesserungsbedarf gibt es an der Obi-Kreuzung. Die Untersuchung soll zeigen, wie die Ampelschaltung, die Auto- und Straßenbahnverkehr regelt, optimiert werden kann.

Andere Strecken kommen vorher dran

Mit der Formulierung der Aufgaben stehen die Sanierungsabsichten noch ganz am Anfang. 2018 soll zunächst in Mitte gebaut werden. Danach stehen die Abschnitte in Zitzschewig und Radebeul-Ost zwischen der dortigen Gleisschleife und der Eduard-Bilz-Straße an.