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Schlag gegen Autoschieberbande

Vier Festnahmen und Hunderte sichergestellte Teile gestohlener Autos - das ist die Bilanz einer länderübergreifenden Aktion gegen europaweite Kfz-Kriminalität.

© LKA Sachsen

Dresden. Deutsche und tschechische Behörden haben eine international arbeitende Autoschieberbande aus dem Raum Usti (Aussig) ausgehoben. Drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 34 und 45 Jahren wurden festgenommen, wie das Sächsische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch mitteilten.

Diese Fahrzeugteile konnten sichergestellt werden

Ausgebaute Abgasanlagen.
Ausgebaute Abgasanlagen.
Armaturenbretter und Abdeckungen.
Armaturenbretter und Abdeckungen.
Diverse Autotüren.
Diverse Autotüren.
Diese Getriebe wurden nach Sachsen verbracht und werden hier kriminaltechnisch untersucht.
Diese Getriebe wurden nach Sachsen verbracht und werden hier kriminaltechnisch untersucht.
Detailaufnahme eines Getriebes mit einer ID des VW-Konzerns.
Detailaufnahme eines Getriebes mit einer ID des VW-Konzerns.
Blick in einen ausgeschlachteten Skoda Octavia, der erst im März 2014 in Dresden gestohlen wurde.
Blick in einen ausgeschlachteten Skoda Octavia, der erst im März 2014 in Dresden gestohlen wurde.
So wurde ein komplett zerlegter BMW Roadster im Lager der Täter vorgefunden.
So wurde ein komplett zerlegter BMW Roadster im Lager der Täter vorgefunden.
Weitere sichergestellte Fahrzeugteile.
Weitere sichergestellte Fahrzeugteile.

Die mutmaßlichen Täter sollen für Diebstähle vor allem im Raum Dresden verantwortlich sein. Die Autos - vor allem Skodas und VWs - wurden den Ermittlungen zufolge dann nach Tschechien gebracht, zerlegt und in Teilen verkauft.

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Die Ermittlungen in Dresden laufen schon seit Anfang 2013. Auf tschechischer Seite ist die Zentralstelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität in Prag eingeschaltet. Das Amtsgericht Dresden erließ die Haftbefehle gegen die vier Tschechen. Anfang des Monats wurden sie dann bei einem mehrtägigen Einsatz, an dem auch deutsche Beamte beteiligt waren, im Raum Usti festgenommen.

43 Taten können direkt zugeordnet werden

Bei Durchsuchungen wurden Hunderte Fahrzeugteile entdeckt, darunter 117 Getriebe, mehr als 100 Airbags, 69 komplette Armaturenbretter, 72 Fahrersitze sowie Türen, Steuergeräte und Autoradios. Außerdem wurden auf Antrag der deutschen Behörden zwei bebaute Grundstücke in Tschechien sowie Schmuck, Bargeld und sieben Autos beschlagnahmt.

Den vier Beschuldigten können laut Staatsanwaltschaft 43 Taten direkt zugeordnet werden. Sie sitzen in Tschechien in Auslieferungshaft und sollen sich vor einem deutschen Gericht verantworten.

Anhand der gefundenen Einzelteile und weiterer Beweismittel hätten zudem weitere 100 Fälle geklärt werden können - 53 in Deutschland, 47 in Tschechien. (dpa)