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Schlaglöcher könnten noch tiefer werden

Einige Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand. Den kennen die Behörden. Doch wann ändern sie ihn?

Schon mehrfach wurde die Fahrbahn der Mittweidaer Straße geflickt. Dabei bleibt es vorerst auch. Eine Sanierung ist, zumindest 2019, nicht geplant.
Schon mehrfach wurde die Fahrbahn der Mittweidaer Straße geflickt. Dabei bleibt es vorerst auch. Eine Sanierung ist, zumindest 2019, nicht geplant. © André Braun

Waldheim. Der Winter war nicht hart und auch nicht lang. Trotzdem weisen einige Straßen starke Schäden auf. Die meisten davon gab es bereits vor dem heftigen Schneefall Anfang Februar. Der ließ die Defekte in den Fahrbahnen ganz kurz verschwinden. 

Die Straßen haben Wellen, Dellen, Risse und Bankette sind herausgebrochen. Aber auch, wenn sie sich in Waldheim befinden, ist die Stadt nicht für jede Fahrbahn verantwortlich. Der Döbelner Anzeiger fragte bei den zuständigen Behörden nach und erhielt ernüchternde Antworten.

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Unübersehbar sind die herausgebrochenen und schon mehrfach geflickten Stellen auf der Mittweidaer Straße. Sie ist eine Kreisstraße. „Der schlechte Zustand der Straße ist uns bekannt“, erklärt Cornelia Kluge, Pressesprecherin des Landratsamtes Mittelsachsen.

 Im Ortskern gebe es bereits Planungen zur Fahrbahnerneuerung. Dabei bestehe jedoch ein Problem: Eine Sanierung der Fahrbahn sei aus technologischen Gründen nur unter Vollsperrung möglich. „Ein genauer Zeitraum für den Bau kann derzeit noch nicht benannt werden. Im Haushalt 2019 sind vorerst keine Mittel eingeplant“, sagt die Sprecherin.

Gebaut, um vor allem den Schwerlastverkehr um die Stadt herumzuleiten, hat die Umgehungsstraße in den vergangenen Jahren arg gelitten. Zum 1. Januar 2016 erfolgte eine Neuzuordnung der Straße. Zwischen Kaufland und der JVA-Kreuzung ist sie seither eine Staatsstraße.

 Dagegen sind Teile der damaligen S 36 im innerstädtischen Bereich zur Ortsstraße abgestuft worden. Über die Niederstadtbrücke führt somit eine Staatsstraße, die im Verantwortungsbereich des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) liegt. 

Auch von dort heißt es: Der schlechte Zustand der Fahrbahn über die Niederstadtbrücke ist bekannt. Eine Erneuerung der Fahrbahnbereiche sei mittelfristig erforderlich. Konkrete Maßnahmen seien jedoch bisher nicht geplant, „da die Priorität entsprechend der Ausbau- und Erhaltungsstrategie 2030 momentan auf anderen Streckenabschnitten der Staatsstraßen im Landkreis Mittelsachsen liegt“, so Lasuv-Sprecherin Nicole Wernicke. Bis zur Erneuerung der Fahrbahn werde die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs gewährleistet.

Fast wortgleich lautet die Information des Lasuv zur Hauptstraße, die besonders im Bereich des Bahnübergangs in Richtung Hartha Schäden aufweist. Die Situation sei bekannt, die Erneuerung der Fahrbahnbereiche mittelfristig erforderlich, aber konkrete Maßnahmen derzeitig noch nicht geplant.

Fazit: Auf allen Straßen brauchen die Kraftfahrer weiter viel Geduld. Wie lange sie die noch aufbringen müssen, ist jedoch ungewiss.