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Schlichten hat Spaß gemacht

Lothar Vonderlind war zehn Jahre Friedensrichter. Nun hat er das Amt aufgegeben. Und das mit einem guten Gefühl.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Glashütte/Cunnersdorf. Nach zehn Jahren ist Schluss. Lothar Vonderlind hat in dieser Woche sein Amt als Friedensrichter von Glashütte und Kreischa beendet. Der 75-jährige Cunnersdorfer begründet das alters- und gesundheitsbedingt. Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) dankte ihm für diese ehrenamtliche Tätigkeit, lobte seine Arbeit und überreichte ihm einen Blumenstrauß.

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Vonderlind, der in der Schiedsstelle zusammen mit seinem Stellvertreter Mathias Heine aus Kreischa tätig war, schlichtete im Jahr ein bis zwei Streitfälle. „Pro Jahr hatten wir auch noch 15 bis 20 sogenannte Tür-und-Angel-Fälle“, erinnert er sich. 75 Prozent aller Streitigkeiten habe man gütlich beilegen können. In den anderen Fällen habe man nicht helfen können. „Meist haben sich die Leute wieder beruhigt“, sagt er. Seines Wissens nach ist keiner der Fälle vor dem Gericht weiterverhandelt worden.

Nachbarkonflikte am häufigsten

Die meisten Streitigkeiten habe es zwischen Nachbarn gegeben, meist zwischen Zugezogenen und Alteingesessenen. Es ging um Pflanzenüberwuchs, Grundstücksgrenzen und den Abfluss von Niederschlagswasser. Es gab aber auch kuriose Fälle, die der Schiedsstelle angetragen worden sind. „Die Arbeit war abwechselungsreich und interessant“, sagt der Rentner.

Zu seinem Nachfolger wählte der Stadtrat einstimmig Gunar Langer. Er wohnt ebenfalls in Cunnersdorf. Bevor Langer sein Ehrenamt antreten kann, muss er vom Amtsgericht Dipps bestätigt werden.