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Schlimmes Feuer in Cunnersdorf

Zwei Autos und ein Carport gerieten in der Nacht zum Mittwoch in Brand. Die Minusgrade bereiteten beim Löschen Probleme.

© Jonny Linke

Cunnersdorf. Das Feuer ist schon von Weitem zu sehen. Die Flammen schlagen hoch. Ein Carport und zwei Autos brennen in der Nacht zum Mittwoch in dem Schönteichener Ortsteil Cunnersdorf. Ein schlimmes Bild, zumal das Carport an ein Wohnhaus grenzt. Die Nachbarn rufen die Feuerwehr.

Der Brand ist einer der schwersten der vergangenen Jahre in Cunnersdorf. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot an. Die Cunnersdorfer Feuerwehr ist natürlich dabei, deren Gerätehaus nur wenige Hundert Meter entfernt liegt. Kameraden aus Schönbach, Biehla und sogar Kamenz rasen zum Einsatzort. 48 Feuerwehrleute sind am Ende da. Sie bringen auch Technik mit, die benötigt wird. Zumal immer noch die Gefahr besteht, dass das Feuer auf das Wohnhaus neben dem Carport übergreift.

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Einsatzleiter Maik Stäglich hat am Mittwochmorgen eine kurze Nacht mit nur wenigen Stunden Schlaf hinter sich. 1.20 Uhr muss er raus. Um diese Zeit wird die Feuerwehr alarmiert. Er und die Kameraden aus Cunnersdorf fahren sofort zum Einsatzort in der Nähe des Dorfzentrums. „Doch da standen das Carport und die beiden Fahrzeuge schon in Vollbrand“, sagt er.

Das Feuer hat sich ausgebreitet. Schläuche werden ausgelegt, doch der Unterflurhydrant, der in der Straße eingelassen ist, geht nicht auf. „Wir haben uns zwei Hydrantenschlüssel weggebrochen“, sagt Maik Stäglich. Und das sind eigentlich solide Metallstangen. Der Metalldeckel auf dem Hydranten ist angefroren. Und das Feuer brennt weiter. „Zum Glück hatten wir aber die Löschversorgung sowieso in zwei Richtungen aufgebaut“, sagt Maik Stäglich. Der zweite Hydrant lässt sich öffnen. Das Löschwasser kann fließen.

Hinter einem Holzstapel glimmt etwas

Die Feuerwehrleute löschen das Feuer relativ schnell und gehen dann auf die Suche nach Glutnestern. Dabei hilft ihnen eine Wärmebildkamera. Die Kameraden aus Kamenz haben sie mitgebracht. Die Schönteichener Wehr soll auch eine bekommen, aber noch ist das Geld vom Gemeinderat nicht bewilligt. Die Wärmebildkamera soll Glutnester aufspüren. „Das war sehr hilfreich“, sagt Maik Stäglich. Denn hinter einem großen Holzstapel im hinteren Bereich des Carports glimmt tatsächlich noch etwas. Die Feuerwehrleute können die Holzscheite beiseite räumen und gezielt löschen. Die Motorhauben der Autos müssen aufgebrochen werden.

Doch der Frost macht nicht nur bei zugefrorenen Hydranten Probleme. Die Minusgrade lassen das Löschwasser gefrieren und verwandeln die Straße Zum Steinbruch in eine Rutschbahn. „Das kann wirklich gefährlich werden“, sagt Michael Penner von der Cunnersdorfer Feuerwehr. Der Gemeindewehrleiter, der auf dem Bauhof arbeitet, streut sofort. Er hat vorsorglich einen Handwagen mit Sand mitgebracht.

Carportbrände sind nicht selten in der Region. Erst im November brannte ein Auto samt Unterstand in Oßling. Die Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus nur knapp verhindern. Im November 2014 ging ein VW-Bus in Panschwitz-Kuckau in Flammen, das Feuer beschädigte das nebenstehende Auto und ein Carport. Im Mai 2014 brannte ein Opel unter einem Unterstand in Kamenz. Oft sind technische Defekte die Gründe für solche Feuer.

Im Fall des Brandes in Cunnersdorf hat die Kriminalpolizei nun Ermittlungen aufgenommen. Womöglich könnte heiße Asche in einer Mülltonne den Brand ausgelöst haben, hieß es am Nachmittag von der Polizei. Nach ersten Schätzungen entstand Schaden in Höhe von 20 000 Euro. Neben dem Carport und den zwei Autos wurden auch ein Moped und vier Fahrräder ein Raub der Flammen. (mit jl, rl)