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Schlossverein lässt Puppen tanzen

Die Radeberger Schlosskaspereien begeisterten wieder mit Besonderem.

© Bernd Goldammer

Von Bernd Goldammer

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Radeberg. Die Besucher strömten wieder kräftig zu den Schlosskaspereien im Radeberger Schloss Klippenstein. Und manche, die als Kind bei den ersten Ausgaben dieses Puppenspielfestivals dabei waren, hatten diesmal die eigenen Kinder an der Hand.

Alljährlich wenn der Herbst beginnt, wird Schloss Klippenstein zum Märchenschloss. Und zwar für „kleine“ und „große“ Märchenfreunde. Ein traditionelles Puppentheaterfest mit einem besonderen künstlerischem Anspruch ist es, das der Schlossverein alljährlich auf die Beine stellt – und das in familiäre Atmosphäre. Das macht den Reiz dieses Festes aus.

Die Eröffnung des Festivals ist den Kleinsten der Stadt vorbehalten. Schon am Freitag führte Puppenspieler Marco Vollmann aus Dresden das „Märchen von Kasper und dem gestohlenen Schatz“ auf. Marco Vollmann ist ein Puppenspieler aus Passion. Seine erste Vorstellung vor „richtigen Zuschauern“ hat er bereits mit acht Jahren gegeben. Später wurde er Handwerker, Erzieher, Sozialwirt doch seit vierzehn Jahren ist er nun wieder Puppenspieler. 2004 eröffnete er sein erstes stationäres Puppentheater. Inzwischen hat er drei davon. Trotzdem ist er auch mit einer mobilen Puppenbühne unterwegs. Seine Inszenierungen bestehen aus eigenen Bearbeitungen, bewährter Literatur und selbst geschriebenen Geschichten. Ja, es sind auch diese ungewöhnlichen Künstler, die den Schlosskaspereien einen besonderen Stempel aufdrücken.

Geschichten aus dem Elbtal

Wie auch der Fakt, dass der Freitagabend den „Großen“ gehört. Diesmal mit einem Gastspiel des Puppenspielers Volkmar Funke aus Brockwitz. Aufgeführt wurde das Stück „Von Bauern, Rittern und Räubern“ – Geschichten aus dem Elbtal. Volkmar Funke hat 1982 die Berliner Hochschule für Schauspielkunst absolviert. Anschließend spielte er am Puppentheater Dresden und an den Bühnen der damaligen Trabistadt Zwickau. Zahlreiche Gastspiele verpflichteten ihn nach Frankreich, USA, Belgien, CSSR, Bulgarien, Polen und die damalige Sowjetunion. Darüber hinaus arbeitete er eng mit dem Dresdner Defa-Trickfilmstudio zusammen. Kurzum, auch er war eine Bereicherung für Radebergs Schlosskaspereien. Und die Radeberger waren hörbar begeistert.

Am Sonnabend hatte Tatjana Khodorenko aus Göttingen ihren großen Auftritt auf der Schlossbühne. Und ihre „Prinzessin auf der Erbse“ war eine echte Sternenstunde für das Festival. Die gebürtige Ukrainerin aus Kiew begeisterte Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Auch, weil die Kinder hier mitspielen und am Ende sogar Prinzessin sein konnten … Und auch am Sonntagvormittag gab es etwas Besonderes, „Rotkäppchen“ von Katharina Sell und Frank Hirrich aus Peenehagen mit einer Mischform aus Schauspiel und Puppenspiel. „Bei unserem Festival versuchen wir eine breite Form des landläufigen Puppenspiels vorzustellen“, freut sich Eckard Müller vom Schlossverein, dass dieser Anspruch auch diesmal umgesetzt werden konnte.

Marco Vollmann setzte dann den Schlusspunkt hinter das diesjährige Festival; mit „Kasper und die Wunderblume“. Und nicht nur die Besucher waren mit den diesjährigen Schlosskaspereien zufrieden, auch die Veranstalter vom Schlossverein waren es. Und die Künstler zeigten sich begeistert von diesem kleine, feinen Festival auf Schloss Klippenstein.