merken

Schlussakt am Neustädter Tunnel

Die letzten Arbeiten dauern viel länger als geplant. Der Winter hat die Bauleute gebremst.

© Sven Ellger

Eigentlich sollte vom Fußgängertunnel am Neustädter Markt schon nichts mehr zu sehen sein. Zumindest die abgezäunte Fläche am einstigen Ausgang erinnert aber noch immer an das Bauwerk, über das bis zum Abbruchstart heftig gestritten wurde. Geplant war, den Platz vorm Eiscafé bis Dezember wieder herzustellen. Allerdings konnten die Gehwegplatten nicht rechtzeitig geliefert werden. So wurde zwar im Dezember noch damit begonnen, die ersten Natursteine zu verlegen, teilt Straßenbauamtschef Reinhard Koettnitz mit. Doch wegen des Wintereinbruchs Anfang Januar ging nichts mehr. „Danach war das Wetter nicht mehr so, dass weitergebaut werden kann“, sagt er.

TOP Reisen

Auf sächsische.de finden Sie die schönsten Reisen in die Welt. Freuen Sie sich auf Ihren nächsten Urlaub!

Vor einem Dreivierteljahr zeigte sich am Neustädter Markt der abgesperrte Zugang zum Fußgängertunnel noch offen. Der ist längst verfüllt. Die Bauleute mussten lange auf wärmeres Wetter warten.
Vor einem Dreivierteljahr zeigte sich am Neustädter Markt der abgesperrte Zugang zum Fußgängertunnel noch offen. Der ist längst verfüllt. Die Bauleute mussten lange auf wärmeres Wetter warten.

Jetzt ist es allerdings wieder etwas wärmer geworden und die Arbeiten wurden fortgesetzt. Koettnitz schätzt, dass die Bauleute ohne Zwangspausen fürs Verlegen der Gehwegplatten höchstens noch einen Monat brauchen. Also ist der Neustädter Markt im Frühjahr komplett frei.

Der Tunnel dort am Goldenen Reiter beim Juni-Hochwasser 2013 überflutet worden. Seitdem blieb er gesperrt. Der Stadtrat hatte entschieden, die Röhren zu verfüllen und sie durch einen Fußgänger-Überweg zu ersetzen. Mitte Juli hatte die Dresdner Abbruchfirma Nestler mit den Arbeiten begonnen. Im Oktober rollten über zwei Wochen lang Betonmischfahrzeuge und füllten ihre braune Ladung über Trichter in die Röhren. Rund 2 400 Kubikmeter Flüssigboden, der problemlos wieder weggebaggert werden kann, wurde in die Röhren gepumpt. Ende Oktober war das Werk vollbracht. Ende November übergab die Stadt einen zweiten Überweg als Alternative. (SZ/phi)