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Schmierereien im Stadtzentrum

Sprüher ziehen ihre Spur durch Bischofswerda. Die Polizei ermittelt. Dafür braucht sie dringend Zeugenhinweise.

Bischofswerda. Viele, die am Mühlteich vorbeigehen und es sehen, schütteln mit dem Kopf: Teile der historischen Stadtmauer Bischofswerdas sind mit schwarzer Farbe besprüht worden. Nicht nur am Mühlteich. Auch an der Birkengasse. Vom Mühlteich zieht sich die Spur über die Fleischergasse fast bis zum Markt. Stromkästen und -häuschen, die Türen der öffentlichen Toiletten unterhalb der Christuskirche – alles mit Farbe beschmiert. Die Sprayer waren dort vermutlich in der Mitte der vergangenen Woche unterwegs. Bereits am vergangenen Dienstagnachmittag war die Fassade der Turnhalle am Wesenitzsportpark großflächig mit den Schriftzügen „LMAS – The Crew“ und „SNOK“ besprüht worden. Zuvor gab es Beschädigungen an Garagentoren und Fahrzeugen im Stadtgebiet. Der Gesamtschaden hat inzwischen einen vierstelligen Betrag erreicht.

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Die Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen. Sie prüft dabei auch, ob die Taten einer Tätergruppe oder verschiedenen Gruppen zuzuordnen sind. „Bei Graffiti-Straftaten handelt es sich um ein Massenphänomen der Kriminalität. Die meisten Täter sind im Alter zwischen zwölf und etwa 35 Jahren. In dieser Szene kommt es oft zu regelrechten „Wettstreiten“ um die höchste Anzahl von Tags“, sagt Thomas Knaup, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz. Bei der Aufklärung setzt die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung, denn – so der Sprecher – „irgendwer kennt die Täter“. Wenn Bürger sehen, dass Personen Fassaden, Fahrzeuge oder andere Gegenstände mit Farbe besprühen, sollten sie sich die Täter nach Möglichkeit gut einprägen und mit der möglichst genauen Beschreibung so schnell es geht die Polizei informieren,

Unter gewissen Bedingungen sind Zeugen auch zur Aussage verpflichtet. Decken sie mutmaßliche Täter, können sie selbst zur Verantwortung gezogen werden. Thomas Knaup: „Bürger, die Straftäter schützen, die Polizei trotz besseren Wissens nicht informieren und somit die Aufklärung der Taten verhindern, machen sich unter Umständen selbst strafbar.“ (SZ)

Zeugenhinweise zu den Graffitischmierereien in Bischofswerda nimmt das Polizeirevier Bautzen, 03591 3560, entgegen.

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