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Schmuggler mit 400 Gramm verschlucktem Kokain im Körper gefasst

Dresden - Zollfahnder haben erneut einen Drogenschmuggler gefasst, der das Rauschgift in verschluckten Behältnissen in seinem Körper transportierte. Die Bundespolizei nahm den 45 Jahre alten Nigerianer...

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Dresden - Zollfahnder haben erneut einen Drogenschmuggler gefasst, der das Rauschgift in verschluckten Behältnissen in seinem Körper transportierte. Die Bundespolizei nahm den 45 Jahre alten Nigerianer nach einem Hinweis in einem Reisezug von Dresden nach Prag fest, wie das Zollfahndungsamt Dresden am Montag mitteilte.

Eine Röntgenuntersuchung bestätigte den Verdacht, dass der Mann die Betäubungsmittel in seinem Körper schmuggelte. Bis Sonntag schied der Mann in einem Dresdner Krankenhaus 33 sogenannter Bodypacks aus, in denen sich zusammen 400 Gramm Kokain befanden. Der Schwarzmarktwert wird auf rund 70.000 Euro geschätzt.

Der Mann wollte die Drogen vermutlich aus den Niederlanden nach Tschechien transportieren. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Bereits im April hatten die Fahnder einen sogenannten Körperschmuggler ebenfalls aus Nigeria im Zug zwischen Leipzig und Dresden erwischt. Er hatte 810 Gramm Kokain „inkorporiert“, die bislang größte jemals in Sachsen festgestellte Menge. Anfang August wurde der 28-Jährige zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Der Transport von Drogen im Körper gilt als äußerst gefährlich. Platzt ein in der Regel mit Heroin oder Kokain gefülltes Behältnis, kommt zumeist jede Hilfe zu spät. Damit Magen und Darm bis zur Ankunft am Ziel nicht arbeiten, werden den Kurieren Medikamente verabreicht, wie die Fahnder erklärten. Zudem dürfen sie nichts essen und auch nicht viel trinken. Der Lohn für das lebensgefährliche Unterfangen sind den Angaben zufolge etwa 5.000 Euro für ein Kilogramm transportiertes Kokain. (dpa)