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Feuilleton

Schnatterinchens Stimme ist tot

Die Schauspielerin und Sprecherin Friedgard Kurze ist kurz vor ihrem 91. Geburtstag gestorben. Berühmt gemacht hat sie eine kleine Ente.

© dpa

Berlin. Als Stimme der kleinen Fernseh-Ente Schnatterinchen begleitete sie Generationen von DDR-Fernsehzuschauern: Die Schauspielerin und Sprecherin Friedgard Kurze ist tot. Wie ihr Enkelsohn Tom Lachmann am Montag mitteilte, starb sie bereits am 19. Mai, wenige Tage vor ihrem 91. Geburtstag in Berlin.

Im Ost-Kinderfernsehen hat Kurze der Quasselstrippe Schnatterinchen beim "Abendgruß" des "Sandmännchens" ihre Stimme verliehen. Sie hat bereits Ende der 50-er Jahre diese Puppe geführt und für sie gesprochen, später kam der Kobold Pittiplatsch dazu.

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Die Schnatterente war von Heinz Schröder und Kurze geschaffen worden und trat war zum erstem Mal 1959 in der Sendung "Meister Nadelöhr" auf, "Pittiplatsch" folgte dann 1962. Nach der Wiedervereinigung wurde 1991 der Deutsche Fernsehfunk (DFF), also das einstige DDR-Fernsehen, abgewickelt. Das war auch erst mal das Ende für neue Fernsehgeschichten rund um Pittiplatsch. Danach tourten Schröder und ein kleines "Pittiplatsch-Ensemble", mit einem Bühnenprogramm durch das Land, Kurze war aber nicht mehr von der Partie. Sie trat hingegen immer wieder als Sprecherin für Kindergeschichten und Hörspiele auf.

Das "Sandmännchen" ist eine von ganz wenigen DDR-Sendungen, die es noch gibt - im KiKa, im RBB und im MDR. Dort sind die in der DDR "geborenen" Puppen noch immer zu sehen: Die alten Episoden werden wiederholt. Neue Folgen sollen erstmals seit 1991 nun wieder entstehen, wie der RBB kürzlich ankündigte. 13 neue Geschichten mit Pitti, Schnatterinchen und Moppi seien geplant. (dpa)