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Schnelle Busse und ein Flughafen-Zug

Der VVO will noch in diesem Jahr sein Angebot erweitern. Davon profitieren auch die Bürger rund um Freital und in der Sächsischen Schweiz.

© VVO

Von Peter Anderson und Franz Werfel

Freital/Sächsische Schweiz. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) ist 20 Jahre alt geworden und hat Bilanz gezogen. Dabei hat der Verbund auch neue Angebote und Ideen vorgestellt. So werden schon am 10. Juni die ersten drei Plusbusse im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge an den Start gehen – Überlandbusse, die das Land besser mit dem Ballungsraum Dresden vernetzen sollen. In der Region sind das zuerst die Linie 333 Dresden–Wilsdruff–Mohorn, die Linie 348 Freital-Deuben–Dippoldiswalde sowie die 388 Dippoldiswalde–Glashütte. „Ein Plusbus muss immer die genau gleiche Strecke fahren, ohne zusätzliche Schlenker, in der Woche mindestens 15-mal täglich, am Sonnabend sechsmal und am Sonntag viermal“, so VVO-Sprecher Christian Schlemper. An mindestens einem Ende der Linie muss ein Bahnhof sein, die Wartezeit zum oder vom Zug soll nicht länger als zehn Minuten betragen.

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Realisiert werden die Fahrten von den Bus-Unternehmen im VVO. Sie ersetzen nicht bereits bestehende Linien, sondern bilden ein zusätzliches Angebot. Die Plusbusse werden im VVO-Gebiet dieses Jahr 40 000 Kilometer fahren. Insgesamt sind in den kommenden Jahren 400 000 zusätzliche Bus-Kilometer geplant, die der Verbund mit rund 800 000 Euro finanziert. „Dieses Geld bekommen die Landkreise zusätzlich vom VVO“, sagt Schlemper. Schrittweise nehmen die Linien ihren Betrieb in den Regionen auf, perspektivisch im ganzen Freistaat. Im Dezember sollen weitere „Plusbusse“ im Landkreis dazukommen: zwischen Dresden, Freital, Wilsdruff und Nossen, auf der Linie 360 von Dresden über Dipps nach Altenberg, auf der 261 zwischen Dresden-Neustadt und Sebnitz und auf der 219 zwischen Pirna und Bad Gottleuba. Für all diese Linie gelten dann die strengen Kriterien.

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Die Sächsische Schweiz könnte zudem von einem neuen Regionalexpress profitieren, der perspektivisch vom Dresdner Flughafen über Heidenau, Pirna, Königstein und Bad Schandau nach Aussig (Usti nad Labem) fahren soll. Anlass dafür ist die in den nächsten Jahren anstehende Neuvergabe der Leistungen auf dieser Strecke. Ziel ist auch, für den Dresdner Flughafen mehr Passagiere aus Westböhmen zu gewinnen, da für diese Kunden Dresden schneller per Zug erreichbar ist als Prag.

Eine Übersicht zum Plusbusnetz gibts es hier: www.szlink.de/plusbus