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Schneller als der Olympiasieger

Justus Strelow überrascht als Sprint-Fünfter. Nun will sich der Schmiedeberger für die zweite Biathlon-Liga qualifizieren.

© © by Matthias Rietschel

Neben Arnd Peiffer stand Justos Strelow schon oft, bei einer Siegerehrung aber noch nie. Die Konstellation ist auch wegen der Reihenfolge ungewöhnlich: Strelow, der noch nie ein Weltcuprennen und noch nicht mal eines im zweitklassigen IBU-Cup bestritten hat, wird Fünfter, Olympiasieger Peiffer folgt auf Platz sechs. Der Schmiedeberger ist auch schneller als die mit Olympia- und WM-Medaillen dekorierten Benedikt Doll und Erik Lesser.

„Das ist schon ein gutes Gefühl“, sagt der 21-Jährige nach dem Sprint von Altenberg und grinst zufrieden. Im Verfolgungsrennen am Sonntag wurde er Achter. Für Peiffer, Doll und Lesser sind die deutschen Meisterschaften nicht viel mehr als ein Trainingswettkampf, sie müssen nicht um eine Weltcup-Nominierung kämpfen. Ganz ander sieht das bei Strelow aus. Der bestreitet seine zweite Saison bei den Großen. „Ich will es in diesem Winter ins IBU-Cup-Team schaffen, das ist mein Ziel“, erklärt er. Dafür sind gute Platzierungen bei den Meisterschaften die beste Empfehlung. Sechs Plätze vergeben die Bundestrainer am Ende der Vorbereitung, einen will Strelow haben. Das wäre auch wichtig für die weitere Karriere. In dieser Saison gehört er zum Förderkader, das ist eine Art Zwischenlösung für den Übergang von den Junioren zu den Senioren. Ein Start in der zweiten Biathlon-Liga würde zudem helfen, seinen Platz in der Sportfördergruppe der Bundeswehr zu sichern.

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Vor zwei Jahren war er von Altenberg nach Oberhof gezogen, trainiert seitdem zusammen mit Lesser und manchmal auch Peiffer bei Bundestrainer Mark Kirchner. „Ich habe dort jetzt eine Wohnung gefunden, fühle mich wohl“, erzählt er. Strelow startet aber weiter für seinen Heimatverein Schmiedeberg. Damit ist er der älteste aktive Biathlet aus Sachsen, abgesehen von Michael Rösch, der für Belgien startet Der 35-Jährige, der seine Karriere fortsetzt, steht bei der Siegerehrung auch neben Strelow, wird im Sprint Vierter – allerdings außer Konkurrenz. Die Vorbereitung bestreitet er wie schon im Vorjahr gemeinsam mit den Schweizern. (SZ/dk)