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Schneller surfen in Neustadt

4 000 Haushalte in Neustadt können bald höhere Geschwindigkeiten buchen. Versorgungslücken gibt es aber noch immer.

© Steffen Unger

Von Nancy Riegel

Neustadt. Gleichzeitig surfen, einen Film in HD streamen und telefonieren: Für viele Menschen ist das heutzutage Standard, für Firmen unabdingbar. Was es dafür braucht, ist ein schnelles Internet per Glasfaserkabel. Die Telekom baut gerade ihr Netz in Neustadt aus. Ende des Jahres können rund 4 300 Haushalte mit bis zu 100 MBit/s surfen.

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Die Vorbereitungen dazu laufen, sichtbar an den vielen, kleinen Baugruben in der Innenstadt. „Bis Ende Oktober sollten diese Tiefbauarbeiten abgeschlossen sein“, sagt Wolfgang May, Projektleiter der Telekom für Neustadt. Bis dahin stehen dann auch 15 neue Verteilerkästen. In den Ortsteilen kommen die 100 MBit/s bisher nicht an. Und auch die aktuellen Maßnahmen der Telekom ändern daran nichts. „Spätestens bis 2019 sollte sich das ändern“, informiert Neustadts Bauamtsleiter Michael Schmidt. In dieser Woche habe die Stadt einen Antrag auf Fördermittel gestellt, um das Glasfasernetz weiter ausbauen zu können. Und, um die letzten langsamen Lücken zu schließen. Denn einige Haushalte profitieren bis heute nicht von den 50 Mbit/s, die mittlerweile als Standard gelten und auch in den Neustädter Ortsteilen oft schon anliegen – noch per Kupferkabel, dem Vorgänger der Glasfaser.

Die rund 4 000 Haushalte in Neustadt, die von der Maßnahme der Telekom profitieren, können ab Mitte Dezember die höheren Geschwindigkeiten buchen. Die Kunden müssen allerdings selbst tätig werden, sagt die Telekom. Eventuell werde man durch Flyer im Briefkasten von dem neuen Angebot informieren. Wolfgang May betont, dass die Leitungen auch an andere Anbieter vermietet werden, die Bürger also nicht zwangsläufig bei der Telekom buchen müssen.

Die Stadt Neustadt zahlt für die Aufrüstung keinen Cent, betonte der Bauamtsleiter beim offiziellen Spatenstich am Freitag. Die Telekom übernimmt die Kosten des Ausbaus im vollen Umfang, auch für den Tiefbau. Für die Stadt war das der ausschlaggebende Faktor, dem Unternehmen den Zuschlag zu geben. Auf die Ausschreibung zum Internetausbau hatte sich auch die Enso beworben.