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Döbeln

Schnelles Internet für Schrebitz

Der Ausbau soll nächste Woche beginnen. Einige Haushalte müssen aber noch auf einen Anschluss warten.

Ein Mitarbeiter der Telekom zeigt ein modernes Glasfaserkabel. Der Konzern lässt in den kommenden Wochen das Glasfasernetz in Schrebitz ausbauen.
Ein Mitarbeiter der Telekom zeigt ein modernes Glasfaserkabel. Der Konzern lässt in den kommenden Wochen das Glasfasernetz in Schrebitz ausbauen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Schrebitz. Bisher ist die Internetverbindung für den Schrebitzer Michael Heinich eine wackelige Angelegenheit. „Wir gehen über Funk-DSL ins Internet. Allerdings ist die Geschwindigkeit sehr gering“, sagt Heinich.

Deswegen hofft der Schrebitzer schon seit geraumer Zeit, dass in seinem Ort schnelle Datenleitungen verlegt werden. Bei der Sitzung des Schrebitzer Ortschaftsrates am Mittwochabend stand dieses Thema auf der Tagesordnung.

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 Die Telekom will den geplanten Ausbau in Schrebitz in der nächsten Woche beginnen, wie Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) vom zuständigen Sachbearbeiter erfahren hat. Die Firma Schneider aus Cavertitz wird den Auftrag ausführen.

 Sie beginnt von Mügeln aus entlang der Staatsstraße 35 bis zur Einfahrt Schrebitz. Auf dieser Strecke wurden bereits Leerrohre eingebaut. So muss die Straße nicht aufgerissen werden, sondern die Kabel werden über Kopflöcher eingeblasen.

 „Bis Juli sollen die Kabelarbeiten und das Aufrüsten der entsprechenden Schaltkästen abgeschlossen sein“, so Schilling. Weitere Arbeiten sollen im August folgen, sodass die gesamte Anlage Ende September aufgeschaltet werden kann.

Eine Verlegung der Glasfaserkabel bis ins Haus erfolgt dabei jedoch nicht. „Die Telekom wendet das sogenannte Vectoring-Verfahren an“, erklärt Schilling. Das bedeutet, dass die Glasfaserkabel bis in die Verteilerkästen gezogen werden. Die Kästen werden dann so aufgerüstet, dass die Signale über die vorhandenen Kupferkabel mit einer besseren Qualität beim Verbraucher ankommen.

Mit der Aktivierung der Kabelverzweiger können die Verbraucher dann die neuen Leistungspakete bei der Telekom buchen. Der Konzern habe zugesagt, eine Informationsveranstaltung durchzuführen, bei der die Fragen der Anwohner beantwortet werden. „Wir haben als Gemeinde immer Druck gemacht und freuen uns, dass nun auch große Teile Schrebitz in den Genuss einer besseren Internetverbindung kommen“, sagte Schilling.

Auch der geförderte Ausbau sei auf den Weg gebracht, so der Bürgermeister. Das betrifft den Bereich, der nicht durch die Telekom oder andere Anbieter verbessert wird. Dort werden die Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt. Das ist zum Beispiel in kleinen Teilen von Schrebitz und in Sömnitz der Fall. Die Anwohner in diesen Bereichen müssen voraussichtlich noch bis zum nächsten Jahr auf eine ordentliche Internetanbindung warten.

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