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Schnelles Internet für zwei Ortsteile

Die Telekom kündigt den Glasfaser-Ausbau an der Elbe an. Mehrere Hundert Haushalte sollen profitieren.

© Symbolfoto: dpa

Von Antje Steglich

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Nur mit Stollen ist eine weihnachtliche Kaffeetafel wirklich komplett. Wie der hergestellt wird, erfahren Besucher am 23. November in der Bäckerei Erntebrot.

Zeithain. Die Telekom baut ihr Netz in den Zeithainer Ortsteilen Kreinitz und Lorenzkirch aus. Etwa 430 Haushalte bekommen ab Mitte August 2018 schnelles Internet, kündigt das Unternehmen an. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen zeitgleich möglich sind. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige in den Dörfern demnach auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde und beim Hochladen auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde. Dafür wird die Telekom rund fünf Kilometer Glasfaser verlegen und drei Verteiler aufstellen oder mit moderner Technik ausstatten.

„Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss“, so Zeithains Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos). „Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist auch attraktiv für Familien und Unternehmen.“

„Unser Ziel lautet: Breitband für alle. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr bis zu vier Milliarden Euro. So treiben wir auch in Kreinitz und Lorenzkirch die Digitalisierung voran“, heißt es von der Telekom. Das Glasfasernetz des Unternehmens wachse täglich, sei jetzt 450 000 Kilometer lang.

Und so kommt das schnelle Netz ins Haus: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt laut Telekom für erheblich höhere Übertragungsraten. Die Verteiler werden zudem zu Multifunktionsgehäusen umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im Multifunktionsgehäuse wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, komme die Vectoring-Technik zum Einsatz – die beseitigt elektromagnetische Störungen, wodurch höhere Bandbreiten erreicht werden könnten. Ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird Super-Vectoring eingesetzt. Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 Megabit pro Sekunde möglich. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am Multifunktionsgehäuse wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit, so die Telekom.

Wer das neue Angebot ab August nutzen will, muss jedoch einen neuen Vertrag abschließen oder den alten anpassen. (SZ)