Teilen: merken

Schnupfen-Prophylaxe im Biertheater

Das Radeberger Biertheater konnte seinen 500 000. Besucher begrüßen. Die SZ erzählt nun Episoden aus 16 Theater-Jahren.

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

Radeberg. Die Premiere kam nach der Premiere. Denn als im vergangenen September das aktuelle Biertheater-Stück „Malzau braut sich“ erfolgreich seine Uraufführung gefeiert hatte, feierten natürlich auch die Biertheater-Akteure. Denn zu jeder Biertheater-Premiere gehört ja auch eine Premierenfeier. In der Label-Bar des Kaiserhofs, in dessen schmucken Saal das Biertheater ja nun schon seit 16 Jahren zu Hause ist.

Symbolbild Anzeige
Anzeige

Lass uns über Geld reden

Geld entspannt und individuell anlegen – und das schon mit Beträgen ab 25 Euro! Wie das geht? Einfach passendes Fondsportfolio mit der digitalen Geldanlage finden. Lerne jetzt coyomi kennen.

Ttraditionell gibt’s dann passend zum Radeberger Pilsner auch Hackepeterbrötchen. Samt der Zwiebelringe, die einfach dazugehören. Eigentlich auch für Biertheater-Schauspieler Hans-Jörg Hombsch. Doch diesmal irgendwie nicht. Und das war durchaus eine Premiere. Klammheimlich sortierte er die Zwiebelringe vom Brötchen.

Denn auf der Bühne muss er nun allabendlich in seiner Rolle als Bürgermeisterin Gisela kräftig in eine saftige Zwiebel beißen. „In eine echte“, sagt er – und weiß, dass er sich das Attribut echte auch hätte sparen können. „Das riecht ja nun sowieso jeder“, schiebt er grinsend hinterher. Denn im Stück ist die Bürgermeisterin des Örtchens Malzau krank. Sie hat Frauenschnupfen, wie die männlichen Hobby-Ärzte des Dorfes diagnostizieren. Und eigentlich will die Rathaus-Chefin auf die bewährte chemische Keule setzen, doch stattdessen wird ihr die biologische Gegenwehr empfohlen: besagte Zwiebel. „Und weil die Leute in den ersten Reihen merken würden, wenn es keine echte Zwiebel wäre, muss ich also nun jeden Abend ran …“, hat sich Hans-Jörg Hombsch aber mittlerweile sogar ein wenig damit angefreundet. Denn in der aktuellen Husten- und Niesenzeit hilft das Ganze quasi sogar ein wenig vorbeugend. Und das auch noch vom Arbeitgeber bezahlt, freut er sich schelmisch.