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Schock über Tod von Fluglehrer

Heinz Storch war der Onkel von Löbaus ehemaligem Bürgermeister Guido Storch. Der Tod des Inhabers der Flugschule in Rothenburg reißt eine Lücke.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

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Löbau/Rothenburg. Die Nachricht hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und für tiefe Betroffenheit in der Region gesorgt: Am Dienstag war Heinz Storch, Inhaber der gleichnamigen Flugschule, in der Nähe seiner Flugzeughallen verstorben. Der Fluglehrer war der Onkel von Guido Storch, Löbaus ehemaligem Bürgermeister und jetzt Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung. „Mich hat der plötzliche und unerwartete Tod von Herrn Storch sehr berührt und traurig gemacht“, sagt Rothenburgs Bürgermeisterin Heike Böhm. Sie habe den 66-Jährigen als offenen, witzigen und höflichen Menschen erlebt. „Bei Rundflügen über unsere Stadt und die Umgebung durfte ich ihn als Pilot kennenlernen. Immer nur geradeaus fliegen war so gar nicht sein Ding. Ein paar Kunstflugfiguren mussten schon sein.“ Diese besonderen Momente seien für sie unvergessen. Als Stadtoberhaupt bedauere sie, dass Heinz Storch Gästen nun nicht mehr die Region aus der Luft zeigen könne.

Rolf Zimmermann, Geschäftsführer der Flugplatz Rothenburg/Görlitz GmbH, erinnert an die langjährigen Geschäftsbeziehungen, die das Unternehmen mit Heinz Storch hatte: „Als er 1999 mit seiner Ultraleichtflugschule nach Rothenburg kam, war das der Anfang eines Weges, der eigentlich noch nicht zu Ende sein sollte.“ Storch habe mit seiner Ansiedlung entscheidend zur Entwicklung des Areals beigetragen. Insgesamt sei Storch mit den Berechtigungen für Segel-, Ultraleicht- und Motorflug sehr breit aufgestellt gewesen. Als Mitglied des Luftsportvereins habe er viele Segelflugzeuge nach oben geschleppt. Bedauerlich sei, dass nun die vielen Ausbildungsflüge der Flugschule Storch erst einmal wegfielen und damit auch die Zahl der Flugbewegungen abnehme. „Wir müssen abwarten, wie es weitergeht und sich die Familie aufstellt“, so Zimmermann. Man werde die Hinterbliebenen unterstützen.

Marcus Paul, Inhaber der Werbeagentur nur einige Hundert Meter von der Flugschule entfernt, ist selbst Flieger. Rothenburg verliere mit Storch einen tollen Menschen. Paul hatte bei dem Verstorbenen selbst das Fliegen gelernt. „Er war für mich immer ein kompetenter Ansprechpartner. Zusammen haben wir die Hallen für die Ultraleichtflugzeuge in Bremenhain aufgebaut.“ Storch habe immer gesagt, was er dachte – egal, ob er damit aneckte.

Auch auf Facebook äußern sich die User anerkennend. „Als ehemaliger Flugschüler ist das ein totaler Schock. Ein Fluglehrer in Perfektion ist von uns gegangen. Ich kann es einfach nicht glauben“, schreibt Mario Frost. Und Elvira Müller: „So ein toller Mensch. Unser Beileid der Familie. Meine Tochter hatte das Glück, mit ihm fliegen zu dürfen, und wird ihn immer in Erinnerung behalten.“

Heinz Storch hatte am Dienstag am Flugplatz Gras abgebrannt, wobei die Flammen offenbar außer Kontrolle gerieten und auch einen Pkw-Anhänger erfassten. Die mit drei Einsatzfahrzeugen herbeigeeilte Feuerwehr löschte den Brand und fand ihn auf einer Wiese. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Polizei vermutet, dass gesundheitliche Probleme den Ausschlag dafür gegeben haben könnten. Aufklärung soll eine in den nächsten Tagen stattfindende Sektion bringen.