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Schöne neue Rosenterrasse

© Pawel Sosnowski

Ein weiterer Teil des Stadtparks ist fertig saniert. Und die Stadt baut dieses Jahr noch viele andere Parks und Spielplätze.

Von Ingo Kramer

Beim Viathea haben die Görlitzer sie schon in Beschlag genommen: die frisch sanierten Teile des Stadtparks rund um die Rosenterrasse und das Parkhäuschen. „Alle Arbeiten sind abgeschlossen“, bestätigt Christian Freudrich vom Sachgebiet Straßenbau und Stadtgrün im Rathaus. Mitte Juni war die Abnahme. Restarbeiten liefen noch bis vor einigen Tagen.

© Bildarchiv Stadtgrün

Nicht nur die Rosenterrasse ist frisch saniert, sondern auch das Rondell vor dem Parkhäuschen, die Meridiansteinwiese, der Rhododendronhang und der ehemalige Botanische Garten. Diese fünf Abschnitte bilden zusammen den südöstlichen Teil des Stadtparks. Die Bauarbeiten hatten im September begonnen. Kostenpunkt: Eine halbe Million Euro. „Leider habe ich wegen der vielfältigen Aufgaben keine Zeit, wenigstens mit einem Parkspaziergang oder einer Parkführung den sanierten Teil zu eröffnen“, bedauert Freudrich. Inzwischen überlegt er, das vielleicht zum Tag des offenen Denkmals im September nachzuholen. „Oder wir warten die große Blüte nächstes Jahr im Mai ab“, so Freudrich.

Der Stadtpark ist nicht die einzige Grünanlage, in der etwas passiert. Der Park des Friedens sollte eigentlich bis Juli fertig werden. „Das verzögert sich bis voraussichtlich in die erste Septemberhälfte“, sagt Reynard Werling von Stadtgrün. Im Winter sei nicht alles so schnell gegangen wie erhofft, beim derzeit laufenden Wegebau auch nicht. Am Jakob-Böhme-Denkmal, beim neuen Spielplatz an der Brückenstraße und am Eingangsbereich aus Richtung Stadtbrücke sind die Arbeiten aber schon weit vorangeschritten. Das Trafohäuschen an der Brückenstraße ist seit dem Winter abgerissen – und damit Geschichte. Der Bolzplatz an der Brückenstraße ist schon seit einigen Wochen wieder in Nutzung – und mittlerweile von ersten Vandalismusschäden betroffen. Unbekannte haben Pflastersteine aus den Flächen herausgerissen, Sitzflächen aus Holz und selbst massive Betonelemente beschädigt.

Beim Stadthallenufer gibt es in den nächsten Tagen die Bauanlaufberatung. Wann die Bauarbeiten beginnen, steht aber noch nicht genau fest. Geplant sind der Abriss der Garagen gegenüber der Stadthalle samt Rekultivierung der Fläche sowie der Bau von vier Aufenthaltsinseln auf der Neißewiese und am Gehweg Uferstraße. Die Stadträte im Technischen Ausschuss haben dafür jetzt den Weg frei gemacht. Mit ihrem einstimmigen Beschluss geht der Zuschlag für den Garten- und Landschaftsbau an die Görlitzer Gleis- und Tiefbau GmbH, die die Arbeiten für 150 000 Euro erledigen will.

Alle drei Parks werden mit europäischen Efre-Fördergeldern saniert. Anderswo baut die Stadt ohne solche Mittel. Vorletzte Woche wurde zum Beispiel der neu gebaute Tunnel auf dem Spielplatz Kidrontal/Sandgrube abgenommen. Er geht nun in Betrieb. „Der Neubau ersetzt einen marode gewordenen Tunnel von Anfang der 1990er Jahre“, sagt Freudrich. Zudem repariert die Stadt kleinere Wegeabschnitte in öffentlichen Parks, etwa in der Erich-Weinert-Straße in Weinhübel sowie den vierten und vorerst letzten Abschnitt auf dem Wilhelmsplatz. Im Sonnenhof zwischen Kröl- und Bautzener Straße saniert sie derzeit das Holzdeck. Zudem werden dort fünf neue Parkbänke aufgestellt. „Zudem soll es im Herbst auf dem Wilhelmsplatz analog zum Postplatz endlich Beeteinfassungen aus Stahlbändern für den Wechselflor geben“, sagt Freudrich. Die Ausschreibung dafür läuft gerade. Auf der Friedenshöhe nahe dem Blockhaus saniert ein lokaler Zimmermann momentan das Geländer am (derzeit gesperrten) Aussichtspunkt.

Für die Spielplätze in Hagenwerder und an der Parkeisenbahn hat die Stadt drei Tischtennisplatten angeschafft, die derzeit montiert werden. Auch die Sechseckschaukel an der Alex-Horstmann-Straße wird in Kürze saniert. Ab August will Freudrich zudem kleinere Spielplatzerweiterungen vorbereiten, die nach Möglichkeit noch in diesem Jahr umgesetzt werden sollen: Am Lutherplatz sind zusätzliche Spielangebote geplant, am August-Bebel-Platz fehlt noch das Karussell und der Spielplatz Lilienweg soll neu gebaut werden. „Dort haben sich die Anwohner bei einem Treffen Anfang Mai mehrheitlich für neue Spielangebote ausgesprochen“, sagt Freudrich. So könne ein kleines Angebot für Kinder zwischen drei und sechs Jahren geplant und umgesetzt werden: „Ideen sind bereits im Kopf, jedoch aus Zeitgründen noch nicht zu Papier gebracht.“ Kinder werden hier beteiligt, auch der Siedlerverein engagiert sich.