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Schöner schenken mit sächsische.de

Womit mache ich meinen Lieben Weihnachts-Freuden? Wir öffnen an jedem Tag im Advent eine Kalendertür und geben Tipps. Tag 23 mit Marleen Hollenbach.

Von Marleen Hollenbach
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Heute gibt es Geschenketipps von Marleen Hollenbach.
Heute gibt es Geschenketipps von Marleen Hollenbach. © SZ

Geschenke in letzter Minute haben nicht gerade einen guten Ruf. Dem Käufer wird schnell unterstellt, er nehme die Sache nicht ernst genug und mache sich zu wenig Gedanken. Das ist Quatsch. Mein bisher bestes Geschenk habe ich am 24. Dezember gekauft, vormittags im Einkaufszentrum. Ich habe mich spontan für eine orangefarbene Kuscheldecke entschieden. Damit lag ich genau richtig. Meine Oma schwärmte noch Jahre davon.

Für die Ohren

Die alte Trompete liegt im Schrank. Die Gitarre steht in der Ecke, das Akkordeon schlummert im Keller. Spätestens am Tag vor Heiligabend ist es höchste Zeit, die Instrumente wieder auszupacken. Mit ein bisschen Übung sollte zumindest „O Tannenbaum“ klappen. Fortgeschrittene schaffen vielleicht auch „Ihr Kinderlein kommet“. Profis nehmen schnell vier, fünf Lieder auf und packen sie auf eine CD.

Für die Augen

Die schöne Städtereise im Mai hat man fast schon wieder vergessen. An die lustige Geburtstagsfeier im Juli kann sich kaum noch jemand erinnern. Zu Weihnachten ist es Zeit, einmal zurückzublicken. Mit ein paar ausgedruckten Fotos in der Hand werden die schönen Erinnerungen unvergesslich.

Für den Kopf

Ja, ein paar Juwelen sind weg, aber unzählige Schätze sind noch da. Mit einer Jahreskarte für die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geben Sie dem Beschenkten gleich eine Aufgabe für 2020 mit. Zwei Szenarien sind dabei möglich. Entweder der Beschenkte wird innerhalb weniger Monate zum absoluten Kulturexperten, oder aber er nutzt die Karte in dem ganzen Jahr nur einmal und gönnt sich somit einen sehr teuren Museumsbesuch. Aber das sollte nicht mehr Ihre Sorge sein.

Fürs Herz

Für jedes Familienmitglied verfasst meine Schwester zu Weihnachten einen kurzen Brief. Darin schreibt sie von gemeinsamen Erlebnissen. Sie erklärt, was ihr im vergangenen Jahr gut gefiel, bedankt sich zum Beispiel für besondere Ausflüge. Und jedes Mal müssen sich alle ein paar Tränchen trocknen, weil sie so gerührt sind. Man muss kein Poet sein, um ein paar liebe Worte zu finden. Und viel Zeit braucht man dafür auch nicht. Ran an die Stifte!

Fürs Rückgrat

Die Weihnachtsgeschenke nicht im Internet bestellen. Die Päckchen kommen jetzt ohnehin nicht mehr pünktlich an. Und es gibt auch viel bessere Alternativen. Kaufen Sie doch ihre Geschenke in kleineren Städten, in Bautzen oder Pirna zum Beispiel. Wer dort sein Geld lässt, der sorgt ein bisschen dafür, dass diese Innenstädte lebendig bleiben. Selbst ein hektischer Fehlkauf dient so noch einem guten Zweck.

Hier lesen Sie die Geschenke-Tipps der anderen SZ-Redakteure