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Feuilleton

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Womit mache ich meinen Lieben Weihnachts-Freuden? Wir öffnen an jedem Tag im Advent eine Kalendertür und geben Tipps. Tag 3 mit Heinrich Löbbers.

Heinrich Maria Löbbers gibt Tipps für Weihnachtsgeschenke.
Heinrich Maria Löbbers gibt Tipps für Weihnachtsgeschenke. © SZ

Ein weihnachtlicher Gabentisch kann auch ein persönlicher Jahresrückblick sein. Man orientiert sich an dem, was einem wichtig war und verschenkt seine Entdeckungen des Jahres.

Für die Ohren

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Musikalisch war das für mich „Jazzrausch“, eine Blaskapelle, die Hausband in einem Münchner Technoclub ist. Bei den Musikfestspielen und bei den Jazztagen waren sie in Dresden zu Gast. Beide Male ging die Post ab. Zum Fest gibts nun das Album „Still, still, still“. Verjazzte Weihnachtssongs, die zu viel Besinnlichkeit wegblasen.

Für die Augen

Alle, die sich ihrer kulturellen Identität beraubt fühlten, sollten in nächster Zeit häufiger das Grüne Gewölbe besuchen. Eine Jahreskarte wäre ein angemessenes Geschenk nach dem Jahrhundertraub. Wer etwas mehr investieren möchte, kann das Gewölbe auch mieten, um dort etwa einen Stehempfang (ab 750€) oder gar ein Dinner im Vorgewölbe (ab 4.500€) auszurichten. Preise zzgl. Mwst. und Nebenkosten für Sicherheitspersonal (!) und Reinigung.

Für den Kopf

Österreich war heuer wieder besonders auffällig. Erst die Ibiza-Affäre der FPÖ, dann der Literaturnobelpreis für Herrn Handke. Mein Lieblingsschriftsteller heißt Heinrich Steinfest, wohnhaft in Deutschland, aber aufgewachsen in Wien. Nach Krimis und grandiosen Romanen hat er nun die „Gebrauchsanweisung fürs Scheitern“ geschrieben. Darin stellt er fest: „Die Welt ist ununterbrochen dabei, auf einer Bananenschale auszurutschen.“ Also: Obacht geben!

Fürs Herz

Ich kenne tatsächlich noch Menschen, die SPD wählen. Denen könnte man aus Mitleid oder Bosheit im Parteishop ein Metallschild besorgen. Aufschrift: „In diesem Haus wird SPD gewählt.“ Wem dazu der politische Mut fehlt, der freut sich für das Kenia-Zeitalter gewiss über den Sprachführer „Suaheli lernen für Anfänger“.

Fürs Rückgrat

Person des Jahres? Greta, wer sonst! Damit zur Bescherung die Ökobilanz stimmt, sollte man etwas Klimaschutz verschenken. Über den Nabu zum Beispiel eine Wald-Patenschaft (ab 8€). Man kann auch Pate für Wölfe, Fledermäuse oder den Fluss Havel werden. In jedem Fall gibt’s eine Paten-Urkunde und regelmäßige Paten-Post.

Hier lesen Sie die Geschenke-Tipps der anderen SZ-Redakteure