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Feuilleton

Schöner schenken mit sächsische.de

Womit mache ich meinen Lieben Weihnachts-Freuden? Wir öffnen an jedem Tag im Advent eine Kalendertür und geben Tipps. Tag 6 mit Jens-Uwe Sommerschuh.

Jens-Uwe Sommerschuh gibt heute Tipps für Geschenke.
Jens-Uwe Sommerschuh gibt heute Tipps für Geschenke. © SZ

Von Jens-Uwe Sommerschuh

Im Grunde wünsche ich mir keine Geschenke und bin dann doch von der einen oder anderen Aufmerksamkeit angetan. Ein Präsent entfaltet nur dann seinen Zauber, wenn es eine persönliche Botschaft birgt und dieses Lächeln entfacht, das wahre Freude oder Überraschung verrät.

Für die Ohren

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Bachs Musik für Soloinstrumente ist von unerreichter Reinheit und Intensität. Die Suiten für Cello, die Sonaten und Partiten für Violine und auch die Stücke für Tasteninstrumente klingen immer wieder anders. Ich empfehle die brandneue Doppel-CD mit den sechs Klavier-Partiten BWV 825 – 830 von der Britin Angela Hewitt. Eine Fünf-Sterne-Aufnahme bei Hyperion/Note 1.

Für die Augen

Das ist kein Sachgeschenk: die Liebsten einzuladen, mit ihnen zum Geising- oder Kahleberg zu wandern, durch die Moritzburger Wälder oder das Rödertal, gegebenenfalls auf Skiern oder mangels Schnee einfach zu Fuß, noch vor Silvester oder im Frühling, und gemeinsam die Blicke schweifen zu lassen. Es ist schön da oder dort, denn wir haben zauberhafte Landschaften, die es so weder auf Mallorca und Teneriffa noch hinter Antalya gibt.

Für den Kopf

Es kommt auf den jeweiligen Kopf an, aufs Gemüt, die Neigungen: Petrarca etwa hat zauberhafte Sonette geschrieben, die auf Italienisch wundervoll klingen und in jeder Sprache auch vom Sinn her berühren. Vorlesen ist wunderbar. Drüber reden oder schweigen auch. Den Kopf des anderen auf dem Schoß. Stille ansonsten.

Fürs Herz

Schenkt einen kompletten Tanzkurs oder einen Tanzabend oder einfach nur die Idee, zusammen tanzen zu gehen. Bewegung ist wichtig, Berührung, Nähe und Schwung ebenso. Herzen rosten nicht, solange wir einander vielsagend lächelnd auf die Füße treten.

Fürs Rückgrat

Es braucht Rückgrat, das Auto öfter stehen zu lassen und den Bus, die Bahn oder das Rad zu nehmen. Oder zu Fuß zu gehen. In schönen, den Füßen schmeichelnden Schuhen. Jenseits des Weihnachtstrubels mit dem liebsten Menschen stundenlang Schuhe anprobieren, das kann schon Spaß machen.


Hier lesen Sie die Geschenke-Tipps der anderen SZ-Redakteure