merken

Schon 77 Geschichten zum Mut machen

Im November plant das Team des Projektes Stehaufgeschichten eine Abschlussveranstaltung. Dabei soll es weitergehen.

© André Braun

Mittweida/Döbeln. Der Erfolg des Projektes „Stehaufgeschichten“ des Vereines Müllerhof Mittweida ist ungebrochen. Schon 77 Geschichten, in denen Mittelsachsen größtenteils anonym von Wendepunkten in ihrem Leben berichten, sind beim Team um Jens Ossada eingegangen. „Ich rechne damit, dass wir die 100 noch in diesem Jahr vollbekommen“, so der Projektleiter aus Ehrenberg.

Die meisten Zusendungen erhielt der Verein bisher per E-Mail. Einige, die von den Schicksalsschlägen in ihrem Leben berichten wollten, haben auch um ein Interview mit den Projektbeteiligten gebeten, weil sie ihre Geschichte nicht selbst aufschreiben wollten. „Sie brauchen länger, bevor sie geschrieben und redigiert sind“, sagt Ossada. Deswegen stehen sie auch nicht sofort auf der Internetseite des Projektes, wie die anderen Geschichten, die seit Januar 2017 eingegangen sind.

Anzeige
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Schönheit und Einzigartigkeit Sachsens neu zu entdecken.

Zurzeit ist das Projektteam mit einigen Veranstaltungen in der Region unterwegs. Am Montag fand im Döbelner Rathaus ein Geschichten-Erzähl-Abend statt. Bei diesem wurden nicht nur einige der Stehaufgeschichten vorgetragen. Auch das Publikum war aufgefordert, welche zu erzählen. Das Modell habe bereits in anderen Städten gut geklappt, so Ossada. „Es tut den Leuten gut, zu erzählen“, sagt der Projektleiter. Ziel sei es, die Erzählkultur in der Gesellschaft wieder zu fördern.

Für den 10. November ist die Abschlusspräsentation zu dem Projekt in der Kleinen Galerie des Döbelner Rathauses geplant. Gezeigt werden dort die Installationen, Tanzperformance, Fotos und anderes mehr, was im Rahmen des Projektes auf der Basis der Geschichten entstanden ist.

Mit der Veranstaltung soll das Projekt jedoch nicht enden. Zwar läuft die aktuelle Förderung Ende des Jahres aus, doch das Team um Ossada hat bereits neue Unterstützung beantragt. Zurzeit werden noch rund 1 200 Euro an Spenden für dieses Jahr gesucht. Sollte die Finanzierung für nächstes Jahr zunächst unklar sein, werde auf jeden Fall die Internetseite weiter bestehen bleiben. „Sie kostet nicht die Welt. Wir werden weiter Geschichten einstellen“, so Ossada. (DA/mf)