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Schon Kyrill hat Straßenbeleuchtung ausgeschaltet

Die Gleisberger warten seit elf Jahren auf eine Reparatur. Doch diese stand nie ganz oben auf ihrer Prioritätenliste.

© D. Thomas

Von Heike Heisig

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Roßwein/Gleisberg. Während das Aufräumen nach Orkan „Friederike“ vielerorts noch läuft, haben die Gleisberger noch einen Schaden, den „Kyrill“ am 18. und 19. Januar 2007 angerichtet hat. Er beschädigte in der Ortschaft eine Straßenbeleuchtung im Unterdorf Richtung Bahnhof. Und die funktioniert – elf Jahre später – noch immer nicht. Dem Ärger darüber machten die Ortschaftsräte in ihrer zurückliegenden Sitzung Luft. „Immerhin handelt es sich um einen Schulweg, der schon so lange unbeleuchtet ist“, sagte Ortschaftsrätin Evelyn Weidler. „Dort gehen die Kinder zur Haltestelle am ehemaligen Bahnhof.“

An den Sturmschaden von 2007 in diesem Bereich kann sich Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) noch gut erinnern. „Nach dem Orkan hingen die Stromleitungen herunter, die haben wir zurückgebaut“, sagt er. Die alten Masten samt Lampen stehen noch. Dass deren Ausfall den Gleisbergern soviel Ärger bereitet, habe er so nicht eingeschätzt. „Sicher, die Erneuerung der Beleuchtung hat hin und wieder auf der Maßnahmeliste gestanden“, gibt Lindner zu. Doch auf Platz eins sei dieses Problem nie gewesen. Demnach müssten die Gleisberger ihre Prioritäten noch einmal überdenken.

In der Ortschaft wird es so gehandhabt, dass die Räte ihre Wünsche zusammentragen, bevor Kämmerin Heidi Roßberger den Haushaltplan für das nächste Kalenderjahr oder inzwischen gar die nächsten zwei Jahre zusammenstellt. Die Liste wird dann in der Kämmerei eingereicht. Die Investitionen, die ganz oben standen, beziehungsweise für die Ortschaft am wichtigsten waren, konnten häufig realisiert werden.

„Wenn die Gleisberger der Reparatur der Beleuchtung jetzt ein anderes Gewicht geben, dann müssen wir das angehen“, so der Bürgermeister. Allerdings, sagt er, sei es mit einer Neuverkabelung nicht getan. Masten und Lampen selbst seien alt und müssten bei einer Neuinstallation die Straßenseite wechseln. Dort wiederum falle das Gelände ab, sodass massive Fundamente vonnöten sind. Das dürfte die Angelegenheit um einiges verteuern. Kostenschätzungen liegen im Moment nicht vor.

Der Rathauschef ist davon ausgegangen, dass die Gleisberger und die Eltern der Schulkinder sowie die Mädchen und Jungen selbst mit der Alternative zufrieden sind. Die beschreibt Lindner darin, eine beleuchtete Parallelstraße zu nutzen, obwohl sich dadurch der Weg ein wenig verlängert. „Vielleicht 80 Meter dürften es mehr sein“, schätzt der Bürgermeister.