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Schon wieder Unentschieden?

Gegen keinen anderen Kontrahenten spielte Dynamo in der 2. Liga öfter Remis als gegen Ingolstadt. Doch nun benötigen die Schanzer dringend ein Erfolgserlebnis. Dass Stefan Kutschke dabei von Beginn an mithelfen darf, ist eher unwahrscheinlich.

© Robert Michael

Von Cornelius de Haas

Ingolstadt. Vor der Saison eigentlich unvorstellbar, nun aber doch Realität: Vor dem zweiten Aufeinandertreffen des Bundesliga-Absteigers aus Ingolstadt und den Dynamo Dresden am Sonntag stehen die Schanzer in der Tabelle hinter den Schwarz-Gelben und müssen eher den Abstieg fürchten als auf den Aufstieg hoffen zu können. Seit dem überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen Greuther Fürth Anfang Februar hat das Team von Trainer Stefan Leitl nur noch zwei Punkte aus fünf Spielen holen können.

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DSC unterliegt in Vilsbiburg mit 0:3

Die DSC Volleyball Damen haben es nach der 2:3-Niederlage gegen Aachen nicht geschafft, in die Erfolgsspur zurückzukehren. 

Dabei war zuletzt in Darmstadt mehr drin, doch ein unberechtigter Elfmeterpfiff zugunsten der Lilien sorgte dafür, dass der FCI nur mit einem Punkt nach Oberbayern zurückfahren konnte. Dennoch machte der Auftritt den Protagonisten Mut. „Wir müssen auf jeden Fall an die Leistung in Darmstadt anknüpfen, zusammen eine ähnliche Leistung abrufen und bestmöglich noch mal zulegen“, fordert Tobias Schröck, der vor Saisonbeginn von den Würzburger Kickers zu den Schanzern wechselte.

An den 25-Jährigen hat man in Dresden noch ungute Erinnerungen. Beim 2:2 gegen die Kickers im September 2016 hatte Schröck mit einem Traumtor aus 27 Metern drei Punkte für Dynamo verhindert. Und auch diesmal will er den Schwarz-Gelben wehtun: „Dresden hat nur einen Punkt mehr, es geht um viel und wir wollen vor der Länderspielpause unbedingt noch mal einen Heimsieg einfahren. Dafür müssen wir füreinander fighten, um jeden Ball kämpfen und den Funken vom Rasen auf die Ränge überspringen lassen.“

Wieder mit dabei sein könnten Almog Cohen und Stefan Kutschke. Der israelische Mittelfeldspieler saß zuletzt eine Rotsperre ab, der einstige Dynamo-Torjäger fehlte gegen Darmstadt nach seiner fünften Gelben Karte. Beide sind nun wieder spielberechtigt. Dagegen fällt Stürmer Dario Lezcano wegen eines Innenbandrisses definitiv aus.

Dass Kutschke auch im zweiten Spiel gegen seinen Ex-Verein zunächst auf der Bank Platz nehmen könnte, ist aber nicht unwahrscheinlich. Der 29-Jährige kämpft derzeit mit den Folgen von zwei verschossenen Elfmetern und seinem angeknacksten Selbstvertrauen. Wie der Donaukurier berichtete, lehnte der Verein deshalb Interviewanfragen für den gebürtigen Dresdner in dieser Woche ab. „Stefan ist für uns ein wertvoller Spieler. Er ist Profi, da wird er sich selbst rausziehen“, wurde FCI-Sportdirektor Angelo Vier zitiert.

Ein weiteres Problem für Kutschke: Die zweite Reihe, in Person von Robert Leipertz und Moritz Hartmann, sprang zuletzt recht erfolgreich in die Bresche. Und nicht nur die. „Es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es war deutlich zu sehen, dass wir leben und nicht resignieren“, sagt Leipertz, der in Darmstadt die FCI-Führung markierte und so Werbung in eigener Sache betrieb. „Ich hoffe, dass ich gegen Dresden von Anfang an ran darf. Es wird Zeit für einen Heimsieg, auch als Wiedergutmachung für das Spiel gegen den VfL Bochum“, so der 25 Jahre alte Stürmer. Das hatten die Schanzer am 5. März mit 0:1 verloren.

Dynamos Bilanz gegen Ingolstadt: 9 Spiele. 1 Sieg, 6 Remis, 2 Niederlagen. 9:10 Tore.

Dynamos Bilanz in Ingolstadt: 4 Spiele. Kein Sieg, 3 Remis, 1 Niederlage. 4:6 Tore.