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Schritt für Schritt zur Kfz-Versicherung 

Foto: pixabay.com © gdbaker (CC0 Public Domain)

Eine Kfz-Versicherung gehört zum Auto wie Reifen, Lenkrad und Antrieb. 

In Deutschland ist die Versicherungspflicht sogar so geregelt, dass es ohne Nachweis einer Versicherung nicht möglich ist, ein Fahrzeug zuzulassen. Welche Hürden Halter auf dem Weg zur Kfz-Versicherung meistern müssen, verrät dieser Beitrag.

Versicherungsvergleich gut vorbereiten

Dass es mit Blick auf die Vielzahl an Angeboten sinnvoll ist, mehrere Versicherungen um ein Angebot zu bitten, ist dem sparsamen Kfz-Halter natürlich bewusst. Was ihm an dieser Stelle zu Gute kommt, ist die Tatsache, dass es mittlerweile zahlreiche Online-Portale gibt, die einen einfachen Vergleich ermöglichen. Einfach und schnell funktioniert das allerdings nur, wenn die Suchenden alle Daten parat haben, die sie zur Versicherung ihres Fahrzeugs benötigen. Die folgende Liste vereinfacht das Ausfüllen des Versicherungsvergleichs. Zudem sollten Verbraucher darauf achten, ein Vergleichsportal zu konsultieren, das zur persönlichen Situation passt.

Ein Beispiel aus der Praxis ist die schufafreie Versicherungsvariante. Wer um seinen negativen Schufaeintrag weiß, der kann umgehen, dass sich dieser negativ auf die Versicherungsbeiträge auswirkt. Das funktioniert, indem die Abfrage bei der Schufa quasi unterbunden wird. Übrigens ist dieser Versicherungsvertrag dann auch nicht bei der Schufa gelistet.

1.) Angaben zum Fahrzeug

Zunächst sind im Formular des Vergleichsrechners Angaben zum Fahrzeug zu machen. Das Fahrzeug ist dabei möglichst genau zu klassifizieren. Nur so ist die Versicherungsklasse des Fahrzeugs zu bestimmen. Handelt es sich um einen Versicherungswechsel, lässt sich das Fahrzeug über die HSN- oder die TSN-Nummer im Fahrzeugschein klassifizieren. Wer zunächst abwägen will, ob das Fahrzeug im Unterhalt auch zum eigenen Budget passt, kann den Versicherungsvergleich via Marke und Modell auch vor dem Kauf starten.

Weitere wichtige Angaben sind,

ob das Fahrzeug dauerhaft oder nur mit einem Saisonkennzeichen fährt.

ob es sich um eine Neu-Versicherung handelt oder um einen Versicherungswechsel.

wann das Fahrzeug erstmals seine Zulassung erhielt.

wann die Versicherungsleistung beginnen soll.

wer der Halter des Fahrzeugs ist.

wie das Fahrzeug im Gebrauch ist.

wo der Fahrzeughalter wohnt.

2.) Angaben zum Fahrer

Nun steht der Fahrer im Fokus. Geburtsdatum, Familienstand, Land und Datum des Führerscheinerwerbs sind zu notieren. Detailinformationen zur Teilnahme am begleiteten Fahren, zu Punkten in Flensburg, zur Fahrt mit anderen Pkws und dem beruflichen Status sind ebenfalls wichtig. Zudem möchte das Vergleichsportal wissen, ob es noch weitere Fahrer gibt, die das Auto bewegen sollen. Praxistipp: In einer Familie ist es sinnvoll, mehrere Fahrer bei dem Fahrzeug einzutragen, das älter ist. Das neuere Modell ist dann für einen oder zwei Fahrer reserviert.

3.) Angaben zum Versicherungsschutz

Im dritten Schritt ist die gewünschte Versicherungsart näher zu bestimmen. Ob die Versicherung als Zweitwagen, mit der Option Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko gewünscht wird, gibt der Halter hier an. Zudem sind Angaben zur Vorversicherung zu machen, falls der Versicherungswechsel den Versicherungsvergleich bedingt.

Nun steht eigentlich bereits fest, wie hoch die Versicherungsbeiträge ausfallen. Allerdings warten manche Versicherungsvergleichsportale nun mit der Chance auf, direkt bessere Konditionen zu erhalten. Mit den folgenden Stellschrauben ist dies möglich:

Die jährliche Zahlweise ist günstiger als die quartalsweise Abrechnung.

Die Mitgliedschaft im Automobilclub wirkt sich positiv auf den Beitrag aus.

Die Werkstattbindung belohnt die Versicherung mit günstigeren Beiträgen.

Ein nächtlicher Stellplatz in einer Garage kann sich begünstigend auf die Beiträge auswirken.

Eine Barbezahlung des Fahrzeugs wirkt sich positiv auf die Versicherungsbeiträge aus.

Eine geringe Fahrleistung impliziert ein geringes Unfallrisiko. Das drückt die Beiträge.

Eine Jahreskarte im öffentlichen Nahverkehr mindert die Fahrleistung und das Unfallrisiko.

Eine Selbstbeteiligung (bei Teil- und Vollkasko) kann die Beiträge mindern.

Kinder unter 17 im Haushalt bergen das Risiko, künftig auch fahren zu wollen.

Wer im Eigenheim lebt, bekommt bessere Konditionen.

Hier muss der Halter schauen, welche Punkte zutreffen oder an welcher Stelle er noch etwas drehen kann. Und dann bleibt nur noch, die günstigste Versicherung (oder die mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis) auszuwählen und abzuschließen.