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Doping-Skandal: "Internationale Geschichte"

Der Präsident des Österreichischen Skiverbandes behauptet, dass auch deutsche Sportler verwickelt seien. Das weist der deutsche Verband zurück.

Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbands (ÖSV), am 27. Februar in Seefeld. © dpa/Georg Hochmuth/APA

Berlin. Der Präsident des Österreichischen Skiverbandes Peter Schröcksnadel hat seinen Vorwurf bekräftigt, dass auch deutsche Sportler in den Dopingskandal um die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld verwickelt sind. "Mir hat das ein Ermittler gesagt, dass auch deutsche Sportler betroffen seien. Und dass der Fall eine internationale Geschichte ist", sagte Schröcksnadel im Interview der Bild-Zeitung (Samstag-Ausgabe).

Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, hatte am Tag zuvor in einem Statement betont: "Zur Klarstellung weisen wir auch noch einmal darauf hin, dass keine deutschen Sportlerinnen und Sportler von der Razzia betroffen waren." Gemäß den Aussagen des Deutschen Skiverbandes stand laut Hörmann keiner seiner Athletinnen und Athleten in Kontakt mit diesem Arzt: "Bei den Festnahmen von deutschen Personen handelt es sich ausschließlich um den Arzt und weitere involvierte Hintermänner."

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Im Zuge einer Doping-Razzia im WM-Ort Seefeld waren am Mittwoch fünf Langläufer festgenommen worden. Alle haben inzwischen Eigenblutdoping gestanden und sind wieder auf freiem Fuß. Beteiligt soll der Erfurter Arzt Mark S. sein, der inzwischen in München in Haft ist. Zudem wurden in Erfurt und Seefeld drei mutmaßliche Komplizen festgenommen.

Schröcksnadel sagte: "Entscheidend finde ich, dass sich die Betrüger Hilfe von außen, aus Deutschland, holen mussten, um ihren Betrug durchzuführen." Für ihn sei das ein Beweis, dass sein Verband sauber arbeite. (dpa)