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Schüler nehmen Hauptturnhalle in Besitz

Planer und Baufirmen haben Wort gehalten. Seit einer Woche läuft der Sportunterricht in der neuen Zittauer Halle. Ab 16. April dürfen auch die Vereine rein.

© Matthias Weber

Von Mario Heinke

Zittau. Ein riesiges Ballfangnetz teilt die von Tageslicht durchflutete neuerbaute Zwei-Felder-Sporthalle in zwei Bereiche. Im kleineren Bereich der Halle trainiert eine neunte Klasse des Christian-Weise-Gymnasiums Basketball, im größeren Bereich trainiert eine weitere Klasse Volleyball. Der hochelastische Schwingboden, sogenannte Prallwände und Schallschutzplatten an den Wänden verhindern, dass es zu laut wird, wenn zwei Klassen zeitgleich und nebeneinander den Sportunterricht absolvieren. „Das sind äußerst komfortable Bedingungen“, sagt Marlies Wiedmer-Hüchelheim, Leiterin des Schul- und Sportamtes des Landkreises.

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Bilder vom Umbau der Hauptturnhalle

Seit Mittwoch vergangener Woche findet der Sportunterricht des Christian-Weise-Gymnasiums wieder in der Hauptturnhalle statt. Der Landkreis als Bauherr, die Görlitzer Planer vom Büro Noack & Noack und die beteiligten Baufirmen konnten den Zeitplan einhalten. Ab 16. April sind auch die kleineren Säle in den Seitenflügeln, in denen derzeit noch Restarbeiten erledigt werden, verfügbar. Die nutzbare Fläche in der neuen Hauptturnhalle vergrößert sich durch den aufwendigen Umbau um rund zwei Drittel.

Beim Tag der offenen Tür am 16. April können die Zittauer ab 16 Uhr die Hauptturnhalle besichtigen. Ab dem Tag nutzen auch die zahlreichen Vereine wieder die Hauptturnhalle. Unter ihnen Volleyballer, Turner, Fechter, Gewichtheber, Hiphopper, aber auch Ballettunterricht im Spiegelsaal ist dann möglich. Wochentags bis 16 Uhr bleibt die Zwei-Felder-Sporthalle dem Sportunterricht des Gymnasiums und der Lisa-Tetzner-Schule vorbehalten. Zwischen 16 und 22 Uhr und am Wochenende können die Vereine dank des elektronischen Schließsystems die Halle nutzen, ohne dass immer einer der beiden Hausmeister des Gymnasiums vor Ort sein muss.

Bis zum Jahresende soll das Bauvorhaben endgültig abgeschlossen sein. „Die Aufträge zur Errichtung der Außenanlagen werden heute noch vergeben“, sagt Dieter Peschel, Bauamtsleiter beim Kreis. Insgesamt waren für den Neubau der Zwei-Felder-Sporthalle und die Außenanlagen rund 7,1 Millionen Euro eingeplant. „Das wird wohl etwas mehr werden“, sagt der Bauamtsleiter. Genaueres könne er aber erst nach Vorliegen der Endabrechnung sagen. Das historische Gebäude der Hauptturnhalle aus dem Jahre 1874 bleibt ein wichtiger Teil des denkmalgeschützten Ensembles am Theaterring, der „eingeschobene“ Neubau bringt die Sportstätte auf die Höhe der Zeit und ermöglicht Schülern und Vereinen, mitten in der Stadt Sport zu treiben.