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Sachsen

Schülerin klagt gegen Schülervertretung

Eine 14-Jährige zieht vor Gericht, um die Teilnahme des Landesschülerrates an der Klimakonferenz in Leipzig zu verhindern.

© Julian Stähle/dpa

Dresden. Eine 14 Jahre alte Schülerin aus Dresden will den Landesschülerrat (LSR) von einer von ihm mitorganisierten Klimakonferenz ausschließen. Das Mädchen habe beim Verwaltungsgericht Dresden per Eilverfahren beantragt, dass sich der LSR nicht an der Klima-Schülerkonferenz "Wir.Machen.Klima" am Samstag beteiligen darf, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Die Schülerin werde durch ihre Mutter vertreten.

Die 14-Jährige begründete den Antrag damit, dass der LSR kein allgemeines politisches Mandat habe, so der Gerichtssprecher. Wegen des jugendlichen Alters des Mädchens durfte er jedoch keine weiteren Angaben zu den Hintergründen des Eilantrages machen. 

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Noah Wehn, Vorsitzender des LSR, wies den Vorwurf zurück: "Wir wären eine schlechte Schülervertretung, wenn wir uns den Themen der Schüler verwehrten", sagte der 18-Jährige am Dienstag. Der LSR wolle eine Plattform bieten, verstehe sich nicht als politischer Akteur. Das Verwaltungsgericht in Dresden werde in den kommenden Tagen über den Antrag entscheiden, sagte der Sprecher.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hatte die Schüler-Klimakonferenz ins Leben gerufen. Zusammen mit dem LSR lädt die Staatskanzlei zur Veranstaltung am Samstag in Leipzig ein. Bis zu 1.000 Jugendliche sollen dort über Klimaschutz diskutieren. Auch Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sowie Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) werden zur Konferenz erwartet. (dpa)

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