merken

Schulbau im Schnellverfahren

An der Rabenauer Regenbogenschule entsteht mit Verzögerung ein Erweiterungsneubau. Ab Sommer werden die Räume dringend gebraucht.

© Karl-Ludwig Oberthür

Von Hauke Heuer

Anzeige
Auf den Spuren des „Weißen Goldes"

Erhalten Sie am 23.11. exklusive Einblicke in die Meissner Porzellanwelt. Jetzt zwei Tickets zum Preis von einem sichern!

Rabenau. Sechs Jahre hat Irina Pistorius, Leiterin der Regenbogenschule in Rabenau, warten müssen, bis endlich die Bagger auf ihren Schulhof rollen. Mitte des Monats haben die Arbeiten für einen Erweiterungsneubau auf dem Schulhof begonnen, und die Fertigstellung des Gebäudes rückt in greifbare Nähe. „Das Projekt wurde bereits zum Zeitpunkt meiner Einstellung auf den Weg gebracht. Jetzt bin ich froh, dass es endlich losgeht“, sagt die Direktorin. Das Gebäude dient als Erweiterung des 1929 errichteten Schulhauses. Auf 600 Quadratmetern und drei Etagen bietet es fünf Kurs- und zwei Klassenräume. Letztere lassen sich durch das Entfernen einer Trennwand vereinigen. So steht eine rund 150 Quadratmeter große Aula mit Terrasse für Veranstaltungen zur Verfügung. Darüber hinaus entstehen in dem Neubau zwei Fachkabinette für die Naturwissenschaften. Hochwertige Laborgeräte sollen hier an schwenkbaren Armen installiert werden. So können sie von den Schülern je nach Bedarf genutzt werden. „Insbesondere diese Räume sind ein großer Gewinn für unsere Schule. Unser bisheriges Labor im alten Gebäude ist zu klein und nicht zeitgemäß ausgestattet“, erklärt Pistorius.

Die Direktorin kann den Neubau auch deshalb sehr gut gebrauchen, weil immer mehr Schüler die Regenbogenschule besuchen. Seit dem laufenden Schuljahr bietet die Einrichtung eine gymnasiale Oberstufe an. Die nehmen derzeit zwar nur sieben Schüler in Anspruch, aber Pistorius geht davon aus, dass diese Zahl in den kommenden Jahren steigen wird. „Wir bekommen immer mehr Anmeldungen aus unseren zehnten Klassen, aber auch Neuanmeldungen von Schülern, die vorher eine andere Oberschule in der Region oder ein Gymnasium besucht haben“, sagt die Schulleiterin. In der gymnasialen Oberstufe absolvieren die Schüler ihr Abitur in drei und nicht, wie in Sachsen am Gymnasium üblich, in zwei Jahren. Die elfte Klasse dient dabei der Wiederholung der Klasse zehn auf höherem, gymnasialem Niveau.

So wird die Regenbogenschule im kommenden Schuljahr erneut eine elfte Klasse eröffnen – unabhängig davon, ob das Gebäude wie geplant im Sommer fertig wird oder nicht. „Der Plan ist sehr eng gestrickt, aber der Investor, der als Bauherr des Gebäudes auftritt, hat bereits signalisiert, dass wir im kommenden Schuljahr einziehen können. Der Baufortschritt ist vor allem vom Wetter im Winter abhängig“, erklärt Pistorius. Sollte es zu Verzögerungen kommen, müsse man im bestehenden Gebäude umplanen. Die Direktorin hofft jedoch auf einen pünktlichen Abschluss der Arbeiten. Die gymnasiale Oberstufe der Schule befinde sich derzeit im Anerkennungsverfahren des Landesamtes für Schule und Bildung. Das Vorhandensein der entsprechenden Räumlichkeiten sei auch eine Voraussetzung für die Anerkennung.

Der Beginn des Neubaus hatte sich im vergangenen Jahr verzögert. Das Gebäude wird von einem Ingenieurbüro aus Kesselsdorf errichtet. Das kaufte der Stadt einen Teil des Schulgrundstückes ab. Nach Fertigstellung soll der Investor das Objekt an den Träger, die DPFA-Akademiegruppe, vermieten. In diesem Zusammenhang sollte ursprünglich zwischen dem Investor und der Stadt Rabenau ein Erbbaupachtvertrag abgeschlossen werden, in dem die Stadt das finanzielle Risiko der Investition getragen hätte. Dies lehnte der Stadtrat im vergangenen Sommer ab. Dennoch entschied sich der Investor, schlussendlich zu bauen.

Wer sich über die Angebote der Regenbogenschule Rabenau informieren möchte, kann sich am Sonnabend der kommenden Woche zum Tag der offenen Tür informieren.

Tag der offenen Tür Regenbogen-Oberschule Rabenau, 3. Februar, 10 bis 14 Uhr, Schulstraße 6, Rabenau