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Schuldspruch für Nachwuchskicker wegen Prügelei

Ein 19-Jähriger wird verurteilt, weil er voriges Jahr den Ex seiner damaligen Partnerin schlug. Ihm droht noch ein weiterer Prozess.

Von Stephan Klingbeil

Der 19-jährige Nachwuchskicker, der sich wegen einer nächtlichen Attacke in Heidenau vor dem Amtsgericht Pirna verantworten musste, ist schuldig gesprochen worden. Der junge Mann aus Heidenau hatte sich unter anderem wegen Körperverletzung verantworten müssen. Nach zwei Prozesstagen sah es das Gericht als erwiesen an, dass der Angeklagte den 20-jährigen Ex-Partner seiner damaligen Freundin am 19. Juli 2014 vermöbelt hat (die SZ berichtete).

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In jener Nacht soll das Fußballtalent im Heidenauer Hartmut-Fiedler-Ring in ein Eifersuchtsdrama geraten sein. Er hatte gegen 4.30 Uhr einen Anruf seiner neuen Freundin bekommen, sollte ihr helfen. Die 19-Jährige war eigentlich noch mit einem anderen zusammen. Dabei handelte es sich um das 20-jährige Opfer, mit dem sie in der gemeinsamen Wohnung lebte. Die zwei hatten sich gestritten. Die junge Frau wollte sich endgültig trennen, hätte aber Angst gehabt, dass sie „das nicht allein durchzieht“, sagte die Heidenauerin vor Gericht.

Sie wollte sofort ausziehen. Ihr neuer Freund sollte sie zum Fiedlerring begleiten, damit sie ihre Klamotten holen kann. Was dann um 5.30 Uhr an der Wohnungstür geschah, könne sie nicht so recht sagen, sie hätte es nicht genau gesehen. Auch ein Nachbar konnte jetzt nicht viel mehr Licht ins Dunkel bringen. Doch Fakt war: Der 20-Jährige musste in jener Julinacht mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus, trägt nun zwei Metallplatten im Schädel und muss erneut operiert werden. Die Verletzungen erlitt er bei jener Schlägerei mit dem Nebenbuhler an seiner Wohnungstür.

Der Beschuldigte sprach von einer Notwehrsituation. Er wäre vom späteren Opfer attackiert worden. Der 20-Jährige, der erst kurz zuvor von Montage aus Russland zurückgekehrt war, betont hingegen, der Angeklagte hätte ihn als Erster angegriffen.

Das Gericht schenkte dem Opfer mehr Glauben. Es verurteilte den Angeklagten zu einer achtmonatigen Haftstrafe auf Bewährung. Obendrein soll der junge Mann 60 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten. Zudem muss der 19-Jährige nun noch mit einem Schmerzensgeldprozess rechnen. Der Geschädigte hatte dies angedeutet. Bei seinem Strafmaß berücksichtigte das Gericht nun aber auch eine weitere Anklage gegen den Nachwuchskicker – wegen Fischwilderei. Er war im Juni 2014 beim Angeln an einer Kiesgrube in Dresden erwischt worden, obwohl er keine Erlaubnis dafür hatte.

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