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Schulen sicher ans Netz

© André Braun

Am Gymnasium startet die Initiative „Digitale Bildung trifft Schule“. Ziel ist kompetentes Handeln im Internet.

Von Frank Korn

Hartha. Manchmal funktioniert etwas auch auf Knopfdruck. So geschehen beim Start des Internetportals www.digibits.de, der am Montag am Martin-Luther-Gymnasium Hartha vollzogen wurde. Das Bildungsangebot Digibits steht für „Digitale Bildung trifft Schule“. Es wird in Kooperation mit dem Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) an vorerst zehn Schulen in Sachsen umgesetzt, von denen fünf Einrichtungen bereits die entsprechenden Partnerverträge unterzeichnet haben. Gabriela Pawlowski, die stellvertretende Leiterin des Harthaer Gymnasiums, nahm für ihre Schule den ersten Koffer mit Digibits-Material entgegen. „Mit der Digitalisierung ändert sich auch die Rolle unserer Lehrer“, erläutert Gabriela Pawlowski. „Sie sind heute viel mehr noch als früher Lernbegleiter, indem sie Kindern die eigene kreative Aneignung von Medienkompetenz ermöglichen. Und wenn sie zum Beispiel mit ihrer Klasse einen Film drehen oder ein Blog anlegen, müssen sie natürlich auch über medienrechtliche Aspekte Bescheid wissen.“

Mit dem neuen Bildungsangebot haben die Lehrer Zugriff auf eine Vielzahl an Unterrichtsmaterialien, App-Empfehlungen, Projektideen und Veranstaltungshinweisen, die sie online im Digibits-Materialpool finden – sortiert nach Fachbereichen und Klassenstufe.

Zusätzlich kommt die Digibits-Materialbox direkt an den Schulen zum Einsatz. Diese enthält vielfältige, bundeslandspezifische Hinweise und Tipps sowie konkrete Unterrichtskonzepte mit Verlaufsplänen, die den Einsatz der Materialien aus dem Onlinepool im Unterricht Schritt für Schritt erläutern – und zwar verknüpft mit fachspezifischen Themen aus dem Lehrplan.

Aus Sicht von DsiN ist eine frühzeitige Kompetenzförderung die Grundlage für sicheres und selbstbestimmtes Handeln im Internet. „Digitale Souveränität beginnt in der Schule. Deshalb freuen wir uns über das Engagement und den Einsatz von Digibits in Sachsen. Sie entspricht einer wachsenden Nachfrage von Lehrkräften nach digital-analog kombinierten Unterstützungsangeboten“, so DsiN-Geschäftsführer Michael Littger.