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Schulküche bleibt vorerst stehen

Die Verwaltung wollte die Fördergelder für den Abriss des Gebäudes in Hermsdorf beantragen. Doch es gibt noch offene Fragen zu den geplanten Fahrradstellplätzen.

© dpa

Von Nadine Steinmann

Hermsdorf. Nicht nur der Pausenhof in Hermsdorf beschäftigte jüngst die Gemeinderatsmitglieder. Auch die ehemalige Schulküche der Grundschule war Thema der vergangenen Sitzung. Einst wurde der Flachbau als Erweiterungsbau mit vier Klassenzimmern errichtet. Zwischen 1984 und 2005 nutzte man ihn nach Umbauarbeiten schließlich als Schulküche. Bis 2012 vermietete die Ottendorfer Verwaltung das Objekt dann gewerblich als Küche. Doch seit nunmehr sechs Jahren wird der Flachbau nicht genutzt und verfällt seitdem zunehmend. Dementsprechend hat es die ehemalige Schulküche in das im vergangenen Jahr beschlossene Brachenkonzept der Gemeinde geschafft. Dieses ist ein Fachteil des Ottendorfer Orts- und Entwicklungskonzeptes, das derzeit das Planungsbüro Schubert erstellt.

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Das Fachkonzept listet insgesamt 19 Brachflächen auf. Die Ottendorfer Verwaltung möchte diese gern beseitigen und städtebaulich entwickeln – und damit in diesem Jahr auch beginnen. Höchste Priorität haben dabei unter anderem die erwähnte Schulküche sowie das ehemalige Ferienlager des volkseigenen Betriebs Robotron. Hier sollen die alten Gebäude an der Lomnitzer Straße 8a abgerissen werden. Dafür möchte die Verwaltung Grün- und Parkflächen anlegen, wobei es geplant ist, die Grünflächen als Freizeit- und Sportflächen dem angrenzenden Teichwiesenbad zuzuordnen. Dafür sollen die Planungen sowie die Beantragung der Fördermittel in den kommenden Monaten vorangetrieben werden. Eine Realisierung des Vorhabens ist dann für 2019 angedacht.

Noch keine Entscheidung gefallen

Das Vorhaben in Hermsdorf war dagegen bereits einen kleinen Schritt weiter. Denn die Gemeinderäte sollten vergangene Woche einen Vorgriff auf den Haushalt beschließen, damit die Kämmerei bei der Leader Region Dresdner Heidebogen, Fördermittel für den Abriss der ehemaligen Schulküche beantragen kann. Auf der Fläche sollen anschließend neun Parkplätze (davon ein Behindertenstellplatz) sowie Fahrradständer, die in erster Linie den Schulkindern dienen sollen, entstehen. Auch der anliegende Fußweg sollte im Rahmen der Arbeiten verbreitert werden.

Allerdings konnten sich die Gemeinderäte noch zu keiner Entscheidung durchringen, stellten insbesondere den Ort der neuen Fahrradstellplätze infrage. Deshalb muss sich der technische Ausschuss noch einmal mit dem Thema vorberatend befassen. Dies stellt aber in Bezug auf die Fördergelder vorerst kein Problem dar, da diese beim Heidebogen quartalsmäßig beantragt werden können, so Kämmerer Robin Schicht.

Ursprünglich war es im Brachenkonzept vorgesehen, das neu gestaltete Areal dem Schulgelände der Grundschule zuzuschlagen. Doch da die neu geschaffenen Flächen nicht nur den Schülern der Grundschule, sondern auch den Besuchern der Turnhalle, Bibliothek und des Vereinshauses zur Verfügung stehen sollen, ist man von diesem Gedanken wieder abgerückt. Das Gelände soll öffentlich bleiben. Es ist beabsichtigt, diese Aktualisierung bei der nächsten Fortschreibung des Fachteils Brachen zu übernehmen.

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